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Sonntag, 23. Oktober 2016

QUICK & DIRTY: LEMON TWIGS / Do Hollywood [LP]

Veröffentlichung: 14.10.2016
Kategorie: All-IndiePop
Country: Long Island NY, USA


Members:
Brian D’Addario
(Gitarre, Keyboard, Gesang, Schlagzeug, etc.)
Michael D’Addario
(Gitarre, Keyboard, Gesang, Schlagzeug)

 

Eifrige Leser dieses Blogs wissen, dass ich mich von Genregrenzen eigentlich wenig aufhalten und mich Querbeet von allen musikalischen Richtungen begeistern lassen kann. Nur wenige Bands gibt es, mit denen ich mich, obwohl sie wohl zu recht (so sagt man) einen Stellenwert in der Popmusikgeschichte haben, gar nicht anfreunden kann.

Eine dieser Bands ist Queen. Irgendwie immer zu viel, zu operettenhaft, zu überkandidelt, zu ich weiß es ja auch nicht. Jetzt aber gibt es ein kaum dem Teenageralter entsprungenes Brüder-Duo namens LEMON TWIGS, das noch mehr überzieht und sogar Kirmes-Spektakel (auch etwas, dem ich eigentlich nicht viel abgewinnen kann) in seine ganz spezielle Art der Musik einfließen lässt. Das schier Unglaubliche, ich finde es ziemlich gut, was das schillernde Bruderpaar da so aus dem Zauberhut schüttelt!




Das Aufzählen der pophistorischen Einflüsse, aus dem sich die knallbunte Wundertüte "Do Hollywood" speist, würde den Artikel zum längsten Scroll der Bloggeschichte machen, weswegen ich es lieber lasse und als Vergleich für "Do  Hollywood" am ehesten "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Beatles anführe, um damit zumindest das Gröbste abzudecken. Der zweite wichtige Hinweis für Konsumenten dieses Konglomerats, dass Jonathan Rado von Foxygen das Album kurzerhand produzierte, nachdem die Jungs ihm einfach mal ihr Songmaterial zugeschickt hatten. Dritte wichtige Information: Die beiden androgyen Psychdeliker schauen nicht nur auf dem Cover aus wie die verschollenen jungen Brüder von David Bowie, sondern sie suhlen sich auch ausgiebig im GlamRock seiner frühen Jahre.

Damit ist alles gesagt, denn eine ausführliche fundierte Analyse des Albums kann man sich erst trauen, wenn man es mindestens 1000mal in den unterschiedlichsten Gefühlszuständen gehört und festgestellt hat, dass man noch immer Neues in diesem Sammelsurium des Wahnsinns entdeckt. Prädikat schwindelerregend!





Anspieltipps: Der Kirmes-Beatles-Zirkus-MashUp "I Wanna Prove To You" ... die SteelyDan-JohnLennon-Weird-Orgel-Ballade "These Words" ... die höchst charmante Ohrwurm-LoFi-Space-Operette "As long as we togehter" ... die Bombast-Kitsch-Psychedlic-Hymne "Frank" ... und das Break-the-Style-Opus "A Great Snake".

Tracklist:
01 I Wanna Prove To You
02 Those Days Is Comin’ Soon
03 Haroomata
04 Baby, Baby
05 These Words
06 As Long As We’re Together
07 How Lucky Am I?
08 Hi+Lo
09 Frank
10 A Great Snake


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