Labels

Montag, 10. Oktober 2016

NEW SONGS Vol. 136: NORTH DOWNS / Nothin' ... WOMPS / Plasticine ... WARHAUS / Memory ... EFTERKLANG / The Colour Not of Love


NORTH DOWNS / Nothin'

Ein Soundgebräu, welches an den ArtPop von  Django Django einerseits und wegen des hypnotischen Grooves an Bands aus der  Madchester-Bewegung andererseits erinnert, rühren die Jungs von NORTH DOWNS auf ihrer ersten Veröffentlichung dem Song "Nothin'" an.

Es groovt, die Synthis wabbeln, die Gitarre flankiert elegant die dunklen Beats und die Stimme klingt mit den spooky Backing Vocals unterkühl,t aber flehentlich. Alle Zutaten bestens verrührt!

Über die britische Band gibt es noch nicht viele Informationen - alles irgendwie mysterös - da scheint man sich wohl die legendären WU LYF als Vorbilder zu nehmen. Die Homepage der Band präsentiert aussschließlich den einen Song und der Twitter-Account, obwohl bereits seit 2013 aktiv, hat ganze 4 Tweets und 23 Follower und auch die Facebook-Seite gibt keine weiteren Informationen preis. Aber ich bin mir sicher, das wird sich in nächster Zukunft rapide ändern ...




---------------------------------------------------------------------------------------------------

WOMPS / Plasticine

Ja, es ist wahr, singen kann Sänger Ewan Grant eigentlich nicht. Der Mann rotzt die Töne derart schräg und falsch ins Mikro, dass er in jeder dieser schrecklichen Casting-Shows, wenn er nicht einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften hatte, bereits in der ersten Runde seinen Hut hätte nehmen müssen.

Aber Bob Dylan oder Pete Doherty sind auch keine begnadeten Sänger und so schert sich Ewan nicht um sein Handicap und macht mit seinem Bandkollegen Owen Wicksted (Schlagzeug, Bass, Synthesizer) unter dem Namen WOMPS, PostPunk mit NewWace-Anleihen in der Tradition schottischer Bands aus den 80er und 90er Jahren, also hymnische Songs mit sozialkritischen Lyrics und eingängigem Refrain.

Das Debütalbum "Our Fertile Forever" der Band wurde in Chicago von niemand geringerem als Steve Albini produziert und erschien bereits im Juni dieses Jahres





---------------------------------------------------------------------------------------------------

WARHAUS / Memory

Nein, die Dame auf dem Cover ist nicht die umwerfende Scarlett Johansson, sondern Sylvie Kreusch, die bei "Memory" die aphrodisierenden Backing Vocals beisteuert. Kreusch ist allerdings kein festes Mitglied von WARHAUS, denn unter diesem Namen wandelt Balthazar-Frontmann Maarten Devoldere ganz alleine auf Solopfaden.

Eigentlich muss man sich das Album "We Fucked a Flame Into Being", welches Anfang September erschienen ist, schon wegen des grandiosen Film-Noir-Covers kaufen und es in einen Rahmen für die Wand packen, aber wahrscheinlich käme man mit dem rein- und rausnehmen des Vinyls gar nicht hinterher, weil man die Scheibe einfach ständig auf dem Dreher haben will, denn nicht nur "Memory" ist großartiger leidenschaftlicher, lustvoll melancholischer IndiePop.




---------------------------------------------------------------------------------------------------

EFTERKLANG / The Colour Not of Love

Eigentlich tue ich mich oft schwer mit der Musik von EFTERKLANG, die man wohl als opernhaften PostRock bezeichnen kann, aber dann gibt es doch immer einzelne Stücke, die mich faszinieren.

Die neue Single "The Colour Not of Love" ist eines dieser Stücke, wo es der dänischen Formation gelingt, mit ihrem Crossover aus Klassik und Pop eine unvergleichliche Soundlandschaft zu generieren, bei der man vor dem geistigen Auge förmlich Eisberge aus dem Meer emporsteigen sieht.

Das Stück ist auf der neuen Platte "Leaves - The Colour of Falling" enthalten, welches Opern- und Rock-Fans gleichermaßen ansprechen dürfte. Das Kopenhagener Opern Festival gab den Auftrag zu diesem Werk, welches im Sommer 2015 an sechzehn ausverkauften Nächten im Atomschutzkeller des ehemaligen städtischen Krankenhauses der dänischen Hauptstadt aufgeführt wurde und frenetische Kritiken erntete. Neben Efterklang waren zahlreiche weitere Musiker an dem Projekt beteiligt und die Texte stammen aus der Feder der dänischen Dichterin Ursula Andkjær Olsen.




---------------------------------------------------------------------------------------------------


Keine Kommentare:

Kommentar posten