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Donnerstag, 30. August 2018

NEW SONGS Vol. 192: GLITORIS / Spit Hood ... DOE / Heated ... EUT / Crack The Password + Bad Sweet Pony + Lie Detector ... PUNCH BROTHERS / It's All Part of the Plan


GLITORIS / Spit Hood

GLITORIS ist eine vierköpfige Band aus Canberra die bei "Spit Hood" der Polizeigewalt und Justizwillkür ein kräftiges "Fuck You" entgegenschmettert.

Natürlich klingt der Song stellenweise sehr nach "Killing In The Name" von Rage Against The Machine, aber eben nur stellenweise und Spaß macht das PunkRockMonster "Spit Hood" auf jeden Fall.

Weitere musikalisch explizite Statements von Keven 007 (Gitarre), Tony (Schlagzeug), Andrew (Gitarre) und Malcolm am Bass, wie beispielsweise "Trump Card" findet man auf der Soundcloud-Page des infernalen Damenquartetts.




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DOE / Heated

Es bleibt krawallig! Auch DOE aus London machen seit fünf Jahren PunkRock, mit weniger Trash als Glitoris, aber mit viel Liebe zum Alternative Rock à la Breeders oder Pavement.

Das zweite Album "Grow Into it" des Trios erscheint Ende September auf Big Scary Monsters und ist laut Band "Ein Widerspruch zu den übertriebenen, klischeehaften Männerbands, die über die Ablehnung des Erwachsenseins singen, für immer jung bleiben und sich ständig mit ihren Kumpels abschießen wollen." Wie solche Männer gibt es????

In Good Old Germany hat die Band bisher noch nicht viel gerissen, aber auf der Insel schafften es Nicola Leel (Vocals, Gitarre), Jake (Drums) und Dean (Gitarre) mit ihrem Debüt "Some Things Last Longer Than You" von ABC News in das Ranking der besten 50 Alben 2016 aufgenommen zu werden. Respekt!




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EUT / Crack The Password + Bad Sweet Pony + Lie Detector

Aha, "EUT will get you on your feet!" heißt es. Zum Tanzen? Oder um etwas in Bewegung zu setzen? Beides!

EUT sind fünf junge Menschen aus dem wunderschönen Amsterdam, die sich 2016 nach einem Treffen an der Kunsthochschule dazu entschließen eine Band zu gründen die, in der Tradition ihrer musikalischen Vorbilder - und da fallen Namen wie Pixies, Blur und Wilco - für Furore sorgen möchte.

Das Ansinnen gelingt den Niederländern ziemlich gut, den schon vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums werden sie in ihrem Heimatland, dank furioser Liveauftritte, als die IndieRock-Sensation des Jahres gehandelt. Einen großen Anteil an diesen Vorschusslorbeeren hat sicher Frontfrau Megan de Klerk die weiß, wie man Energie von der Bühne auf das Publikum überspringen lässt.

Das Debütalbum, welches am 5. Oktober erscheint, wird "Fool For The Vibes" heißen und neben den drei hier vorgestellten Songs noch 10 weitere Stücke beinhalten. Watch out!








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PUNCH BROTHERS / It's All Part Of The Plan

Zum Abschluss etwas Ruhiges und Filigranes.

Seit ungefähr 12 Jahren machen die PUNCH BROTHERS, unter der Federführung von Mandolinist Chris Tile, Musik die man sicher niemals im Mainstreamradio hören wird.

Die Band aus Brooklyn, die sich eher als Kollektiv versteht, überführt Pop, Rock und diverse andere Musikgenres in den Bluegrass, eine der uramerikanischsten Volksmusikrichtungen. Eine Musikrichtung, die mir lange Zeit sehr fremd war, bis mich das 2015 von den Punch Brothers veröffentlichte Album "The Phosporescent Blues" auch für diese Musikrichtung öffnete.




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Montag, 27. August 2018

QUICK & DIRTY: BRTHR / A Different Kind Of Light

Published: 07.09.2018
Label: Backseat
Genre: Folk, Blues, Singer/Songwriter, Country, Americana
Country: Stuttgart, Germany



Members:
Philipp Eissler, Joscha Brettschneider

Ab sofort kann sich Digger Barnes aus HH nicht mehr entspannt zurücklegen, denn ab jetzt muss er die nationale Konkurrenz aus Stuttgart auf dem Schirm haben, wenn er die Nummer 1 in Sachen Americana bleiben möchte.

BRTHR, sprich natürlich Brother, sind zwei junge Kerle aus Schwaben die Musik machen als wären sie mindestens doppelt so alt, wie sie aussehen. Bereits mit ihrem 2017er Debütalbum "Strange Nights" schafften sie es in die Jahrescharts dieses Blogs und 2018 ist ihr minimalistischer AmericanaBlues nun so gut, dass es dringend einer größeren Vorstellung bedarf.



Brettschneider und Eissler beweisen sich erneut als große Freunde der Reduktion! Was nicht zu verwechseln ist mit LoFi, wie die Plattenfirma Backseat in ihrem Info-Sheet die Musik von BRTHR meines Erachtens unpassenderweise beschreibt, denn hier knistert nix und es klingt auch nicht so, als wäre hier Equipment zum Einsatz gekommen, welches nur simpelste technische Anforderungen erfüllt.

Ganz im Gegenteil! Dadurch, dass BRTHR ihren Tönen Raum geben, klingt "A Different Kind Of Light" eher nach HiFi und ruft Vergleiche mit Künstlern wie J. J. Cale ("Love Me Like You Do"), Steely DanDire Straits  ("Waiting On The Day") und mit Abstrichen Calexico hervor. Was wiederum zeigt, dass BRTHR am gegensätzlichen Ende des Americana feilen und so dem Outlaw-Americana von Digger Barnes wohl doch weniger in die Quere kommen.



Auf "A Different Kind Of Light" führen fast immer nur einzelne Instrumente - mal die akustische Gitarre, mal das Keyboard oder eben die E-Gitarre - durch die Songs. Die Unterstützung von anderen Instrumenten (Lap-Steel oder Fender Rhodes) bleibt immer dezent. Es werden zwar Akzente gesetzt, den Songrahmen bilden aber immer ausschließlich das Führungsinstrument und die sanfte Stimme von Philipp Eissler.

D'accord gehe ich mit dem Info-Sheet des Plattenlabels darin, dass der Song "Harder each day" ein echtes Highlight des Albums ist. Es geht in dem Lied um Dinge, die man nicht ändern kann und wie man mit eben dieser unumstößlichen Tatsache umgeht. Wunderschöne sanfte Songwriter-Nummer zum Hineinfühlen.

Als weitere Anspieltipps seien, das im Herzrhythmus pochende "Down the line", das fluffige "Waiting on the day" und die Ballade "Tell me true" genannt. Mein Lieblingssong von BRTHR bleibt aber immer noch "Sun goes down" vom Debütalbum!



Tracklist:
01 One more night
02 Harder each day
03 Love me like you do
04 Down the line
05 True love
06 The way she moves
07 What in the world
08 Waiting on the day
09 Tea cup
10 Tell me true

Donnerstag, 23. August 2018

PHUM VIPHURIT Made My Day! Lover Boy!



 

PHUM VIPHURIT
Homepage: https://www.facebook.com/PhumViphurit/
From: Bangkok, Thailand


Jahrhundertsommer! Mein Wetter! Da werde ich auch etwas milder und kann mich mit so fluffigen Popsongs wie "Lover Boy" des in Neuseeland geborenen 22-jährigen Thai-Boys PHUM VIPHURIT wunderbar arrangieren. Klingt nach Frank Sinatra, nach Sunshine, nach Stevie Wonder, nach "Erster Liebe", nach Mac Demarco und nach SOOOOMMMER! MADE MY DAY!