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Montag, 9. Januar 2017

NEW SONGS Vol. 142: HALF GIRL / Mojo ... RIVHERSIDE / Need to Speed ... ANDY SHAUF / Quite Like You ... NIKKI LANE / Highway Queen


HALF GIRL / Mojo

Wie üblich tauchen im Januar immer Veröffentlichungen aus dem letzten Jahr auf, die warum auch immer an mit vorbeigerauscht sind. Da wären zum Beispiel HALF GIRL aus Berlin die im September 2016 ihr Debütalbum "All Tomorrow's Monsters" herausbrachten.

Das Quartett besteht aus ehemaligen Mitgliedern von Bands wie Mondo Fumatore (Gwendolin Tägert), Britta (Julie Miess), Luise Pop (Vera Kropf) und Die Heiterkeit (Anna-Leena Lutz) und schrammelt seit Jahren in Berlin in den einschlägigen Clubs IndieRock mit Hardrock-Attitüde. Was nicht verwundert, hieß ihre erste Single doch "Lemmy, I'm a Feminist". Jetzt also endlich auch als schmackhafte Konserve für alle Nicht-Berliner zum Hausgebrauch.






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RIVHERSIDE / Need to Speed

Seit längerer Zeit mal wieder was aus Frankreich. RIVHERSIDE aka Renauld Villet macht ElectroBlues der nicht groß herumeiert, sondern direkt auf die Zwölf geht. Nicht alle Songs gehen ganz so offensiv voran wie "Need to Speed", aber Blues zum Abhängen findet man auf "Electraw Blues Album" nur wenig.

Villet spielte in zahlreichen Bluesbands, ehe er sich  entschloß das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. Sein 2012 erschienenes Debütalbum "Something on my Mind" war noch echter RootsBlues, aber dann setzte er seinen Blues unter Strom und lies Elemente aus dem HipHop einfließen.




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ANDY SHAUF / Quite Like You

Der kanadische Multiinstrumenatlist und Singer/Songwriter ANDY SHAUF scheint schon viele beschießenen Partys erlebt zu haben. Oder warum klingt sein im Mai 2016 erschienes drittes Album "The Party" überhaupt nicht nach einer solchen?

Die Musik auf "The Party" ist zwar nicht fröhlich, die Songtexte auf der Platte, die sich alle mit den Gästen beschäftigen, sind es aber definitiv. Da sterben Menschen die sich gerade vorgenommen haben mit dem Rauchen aufzuhören ("Alexander") oder ein namenloser Protagonist wagt sich wie in "Quite Like You" an die weinende Freundin eines bekifften Partybesuchers.

Charmanter Folkpop - trotz Easy-Listening-Feeling - mit Inhalt, der mich an vielen Stellen an den ebenfalls stark unterschätzten Kalifornier Bart Davenport erinnert.




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NIKKI LANE / Highway Queen

Outlaw Country Darling NIKKI LANE sorgte gegen Ende des letzten Jahres für eine schreckliche und eine erfreuliche Nachricht. Die Schreckliche, Nikki hat in Las Vegas den Bund der Ehe geschlossen und meinen treuen Konzertbegleiter C. das Herz gebrochen. Die Erfreuliche, mit "Highway Queen" veröffentlichte sie den Titelsong zum am 17. Februar erscheinenden neuen, ihren Dritten, Longplayer.

Das Cover gehört schon jetzt zu den schönsten des Jahres und sobald das, natürlich schon vorbestellte, Vinyl da ist, werde ich persönlich ausmessen, was länger ist, die Hörner des Bullen oder die Beine von Nikki. In punkto Musik lässt der vorab veröffentlichte Appetithappen die Vermutung zu, dass auch "Highway Queen" wieder exquisiten Country bietet für Menschen die mit diesem oft in Tradition verharrendem Genre eigentlich nicht unbedingt was am Hut haben.




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