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Mittwoch, 1. August 2018

QUICK & DIRTY: SHANNON SHAW / Shannon in Nashville

Published: 08.06.2018
Label: Nonesuch
Genre: SixtiesPop, RetroPop
Country: Oakland, Califonia / U.S.A.



Members:
Shannon Shaw

Im Februar habe ich mir "Onion" das Album der Band Shannon & the Clams gegönnt. Ein Album, das in Klang- und Erscheinungsbild so Retro ist, dass man kaum glauben mag, dass dieses Album erst 2018 erschien. Die Band gibt es bereits seit 2009, ich hatte aber vorher nie von ihr gehört, aber mittlerweile hat die Band in Dan Auerbach (The Black Keys) einen großen Förderer, der nun auch das Solo-Debütalbum von Sängerin SHANNON SHAW produziert hat, was dazu führen wird, dass Miss Shaw den Presserummel erfährt, den sie verdient hat.

Das mit Auerbach passt bestens, denn der Black Keys-Mann hat mit "Waiting On A Song" 2017 ein Solo-Album herausgebracht, auf dem er alte Songperlen zu neuem Leben erweckt und ebenfalls hemmungslos dem SixtiesPop-Sound frönt. Auf Shannon und ihre Band ist Auerbach wohl, so die Legende, bei einem Konzert in Memphis gestoßen, wo er sich direkt nach dem Konzert alle Longplayer (6!) der Band in einem Plattenladen besorgt hat.



Während Shannon mit den Clams eher nach Sixties-Garage klingt, setzt sie Solo auf den warmen Sixties-Pop-Sound - der auch erstaunlich gut zu ihrer kräftigen, aber warmen Reibeisenstimme passt - und kombiniert diesen mit Country & Western, wie man es auch von Auerbach kennt. Ganz wundervoll nachzuhören beispielsweise beim charmanten "Broke My Own" oder dem mit Mariachi-Bläsern aufwartenden "Leather, Metal, Steel".



Cover und Titel ihres Solo-Debüts spielen natürlich auf den Sixties-Klassiker "Dustin in Memphis" an, und tatsächlich kann Shannon eine ähnliche Aura entfalten wie Dusty Springfields Klassiker aus dem Jahre 1969. Auerbach wollte sich an dieser Messlatte versuchen und hat deswegen auch ganz gezielt zahlreiche legendäre Musiker (Pat McLaughlinGene Chrisman, Bobby Wood) ins Studio geholt, die in den 50er und 60er Jahren schon mit den ganz Großen wie Dusty Springfield, Aretha Franklin, Johnny Cash und Elvis musizierten.



So kann man verstehen, weswegen sich Shannon in Interviews gerne weigert "Shannon in Nashville" als echtes Soloalbum zu bezeichnen, da die eher aus dem DIY-Musikbereich kommende Sängerin, die selbst keine Noten lesen kann, stark von den ausgeprägten Skills der Musikveteranen und natürlich von Auerbachs Produzentenfähigkeiten profitierte.

Aber es ist ja eigentlich völlig egal, welchen Namen man dem Kind gibt, fest steht, dass es sich um eine zeitlose Schönheit handelt, bei der sich kaum festlegen lässt, welcher Puzzlestein der schönste ist. Bei mir zur Zeit "Freddies 'N' Teddies".



Tracklist:
01 Golden Frames
02 Bring Her The Mirror
03 Broke My Own
04 Leather, Metal, Steel
05 Freddies 'N' Teddies
06 Love I Can't Explain
07 Cryin' My Eyes Out
08 Goodbye Summer
09 Cold Pillows
10 Lord Of Alaska
11 I Might Consider
12 Make Believe
13 Coal On The Fire

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