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Freitag, 25. Mai 2018

QUICK & DIRTY: GOAT GIRL / Goat Girl

Published: 06.04.2018
Label: Rough Trade Records
Genre: AlternativeRock
Country: London, Great Britain



Members:
Clottie Cream, Rosy Bones, Naima Jelly and L.E.D.

War die letzten beiden Jahre noch der australische Kontinent in Sachen heiße Scheiße im Indie-Sektor das Nonplusultra, so scheint es für 2018 der Londoner-Süden zu werden, den nach Shame mit ihrem sensationellen Debütalbum (Review) kommt nun auch eine Girlband namens GOAT GIRL aus dieser Ecke und deren Debütalbum kann sich ebenfalls hören lassen!

Die vier Damen, die unter Kampfnamen - wie es sich für Erbinnen der Riot Grrrls gehört - in den Ring steigen vermischen auf ihrem 19 Songs starken Album "Goat Girl" düsteren PostPunk mit GarageRock- Noise- und Countryelementen!

Prinzipiell fallen dem gebildeten Indie-Freak beim Durchhören des Werkes gefühlte 1000 Referenzen aus dem Indie-Genre ein, aber die Damen selbst beziehen sich in Interviews erstaunlicherweise unisono auf The Slits und The Gun Club und ja, auch deren Einflüsse lassen sich auf dem Album heraushören.



Besonders auffällig finde ich allerdings die stimmliche Ähnlichkeit von Sängerin Lotte mit Liz Phair [ was macht die Gute eigentlich mittlerweile??? Mal auf ihrer Homepage nachschauen :-( ] und den omnipräsent gefährlich brummenden Bass, der mich natürlich sehr an Kim Deal denken lässt.

Die Karriere des 2016 gegründeten Quartettes kam so richtig ins Rollen mit der großartigen Single "Country Sleaze", die natürlich nun auch auf dem Debütalbum zu finden ist und dem dazugehörigen Clip, den man besser nicht anschaut, wenn man zu epileptischen Anfällen neigt.



Dass es in vielen Songs um feministische Themen geht, hatte ich ja schon mit dem Vermerk auf die Riot Grrrls geliefert, aber auch mit expliziten Statements zu Politik und Soziologie halten sich die vier Kämpferinnen nicht zurück, denn wie heißt es so schön in "Country Sleaze": "I am ashamed of this so-called human race"!



Echt schwierig wird es, wenn man Songs aus dem Album hervorheben will, aber einfach kann jeder, deswegen hier die Aufzählung meiner Favoriten - allerdings ohne Haltbarkeitsdatum und Ewigkeitsgültigkeitszertifikat und ohne Wertung in der Reihenfolge:"Country Sleaze", "Cracker Dool", "Creep", "Viper Fish", "Little Liar" und selbstverständlich "The Man".

NATÜRLICH wandert letztgenannter Song beim nächsten Update in die Indie-Disco-Playlist!

P. S. Ich glaube, ich bin ein bisschen verliebt in die Ziegenmädchen, wäre also schön, wenn das Konzert am 21. September in Berlin nicht das einzige Gastspiel in good old fucking Germany wäre. Come on grrrrls! Cologne is waiting!



Tracklist:
01 Salty Sounds
02 Burn the Stake
03 Creep
04 Viper Fish
05 A Swamp Dog's Tale
06 Cracker Drool
07 Slowly Reclines
08 The Man with No Heart or Brain
09 Moonlit Monkey
10 The Man
11 Lay Down
12 I Don't Care Part 1
13 Hank's Theme
14 I Don't Care Part 2
15 Throw Me a Bone
16 Dance of Dirty Leftovers
17 Little Liar
18 Country Sleaze
19 Tomorrow

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