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Sonntag, 24. September 2017

NEW SONGS Vol. 165: KING KRULE / Dum Surfer ... DESTROYER / Tinseltown Swimming in Blood ... WOLF ALICE / Beautifully Unconventional ... ST. VINCENT / New York


KING KRULE / Dum Surfer

Der wütende und wortgewaltige Jüngling Archy Samuel Marshall, der ausschaut, als würde er noch jeden Nachmittag Hausaufgaben machen müssen, aber über eine Stimme wie ein 60-jähriger versoffener Hafenarbeiter verfügt, hat die ersten beiden Song von seinem bald erscheinendem zweiten Album "The Ooz" veröffentlicht.

Während das erste Stück ("Czech One") ein sehr relaxter und vom Jazz dominiert Track ist, gibt KING KRULE beim zweiten klaustrophobischen Track "Dum Surfer" etwas mehr Gas, allerdings längst noch nicht wie auf seinem ausgezeichneten Debütalbum "6 Feet Beneath The Moon" oder speziell beim Monsterhit "A Lizard State". Will sagen, die neuen Tracks sind feines Futter für die Ohren, aber mit seinem 2013er Debütalbum hat Archy sich die Messlatte selbst verdammt hochgelegt. Schafft er es rüber, ohne abzuwerfen? Am 13. Oktober wissen wir mehr!

Wer nicht so lange Warten kann, der kann sich mit der neuen Mount Kimbie Platte "Love Whats Survives" verlustieren, darauf befindet sich nämlich ein Track namens "Blue Train Lines" bei dem King Krule zu Hochform aufläuft.




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DESTROYER / Tinseltown Swimming in Blood

Mit dem Longplayer "Kaputt" hatte Dan Bejar, der Mann hinter DESTROYER, 2011 seinen Durchbruch und seitdem kann ich es immer kaum erwarten, bis der Soundtüftler aus Kanada mich mit neuen, in ihrer Breitwandwirkung unnachahmlichen, Popsongs füttert.

"Tinseltown Swimming in Blood" ist nach "Sky's Grey" der zweite veröffentlichte Song des am 20. Oktober erscheinenden 12ten Studioalbums namens "ken". Wer sich einmal mit dem schrulligen Perfektionisten angefreundet hat, wird wahrscheinlich wie ich nicht mehr von ihm loskommen - allerdings sollte man schon ein Faible für Melancholie und Saxofon haben, sonst wird es eher nicht mit der Liaison.

Über die Wahl des Albumtitels plauderte Dan folgendes aus:

"Sometime last year, I discovered that the original name for 'The Wild Ones' (one of the great English-language ballads of the last 100 years or so) was 'Ken'. I had an epiphany, I was physically struck by this information. In an attempt to hold on to this feeling, I decided to lift the original title of that song and use it for my own purposes. It’s unclear to me what that purpose is, or what the connection is. I was not thinking about Suede when making this record. I was thinking about the last few years of the Thatcher era. Those were the years when music first really came at me like a sickness, I had it bad. Maybe ‘The Wild Ones’ speaks to that feeling, probably why Suede made no sense in America. I think ‘ken’ also means ‘to know.’"






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WOLF ALICE / Beautifully Unconventional

Die dritte Veröffentlichung aus dem neuen Album "Vision of Life" von WOLF ALICE, welches am 29. September erscheint, ist nicht so gut wie die Erste, aber auch nicht so schwachbrüstig wie die Zweite. Die Gitarren sind wieder da und Sängerin Ellie Rowsell hat die Haare schon wieder neu ;-).

Das hypercleane Video im 50er-Jahre-Style ist auf jeden Fall wieder ein Hingucker - schmutziger mag ich es aber lieber.



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ST. VINCENT / New York

Eigentlich sollte man meinen, heutzutage entgeht einem auch im Urlaub nichts, aber ich muss gestehen, dass der Release des Song "New York" von der göttlichen ST. VINCENT, der bereits Ende Juni das Licht der Welt erblickte, mir er jetzt richtig ins Auge fiel.

Verzeihe ich mir schon deswegen nicht, weil es das erste Lebenszeichen von Annie Clark seit zwei Jahren ist. Wenn man die letzte sehr erfolgreiche Platte (2014, "St. Vincent") der Amerikanerin als Messlatte anlegt, ist "New York" sehr verhalten. Keine elektronischen Spielereien, keine Gitarre, sondern eine lupenreine Pianoballade.

Und jetzt gibt es auch schon den nächsten Streich! "Los Ageless" ist ElectroPop! Bin sehr gespannt, was das noch in diesem Jahr kommende Album "Masseduction" mit sich bringt.






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