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Mittwoch, 2. Dezember 2015

TOP 150 RECORDS OF THE YEAR 2015 (No. 150 bis 126)

DIE ALBEN DES JAHRES 2015 - Part I.  
[Part II.] [Part III.] [Part IV.] [Part V.] [Part VI.]

REVIEW
150
KING GIZZARD & THE LIZARD WIZARD

Paper Maché Dream Balloon

So verspielt wie das Plattencover ist auch die Musik dieser australischen Band. Komplett mit akustischen Instrumenten zelebrierter PsychedelicPop, mit zahlreichen Sixties-Referenzen und jeder Menge musikalischer Spinnereien. 

TOP 3 SONGS: Sense, Paper Maché Dream Balloon, Trapdoor ... LISTEN on Homepage
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REVIEW
149
MUTINY ON THE BOUNTY

Digital Tropics

Wenn man sich beim Hören die Frage stellt, "Ist das ein Keyboard oder sind das Gitarren?" und die Antwort Gitarre lautet, dann hat man es höchstwahrscheinlich mit MathRock zu tun.
MOTB aus Luxemburg wurden mit ihrem dritten Album zu den Puristen des Genres. 

TOP 3 SONGS: Mkl Jksn, Telekinesis, Dance Automaton Dance ... LISTEN on Homepage
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REVIEW
148
ERFOLG

Erfolg und der beste Damenchor aller Zeiten

Das Schmunzelalbum des Jahres. Das Staatsakt-Label bürgt weiterhin für andersartige deutsche Musik mit Texten für Menschen mit Herz und Verstand. Weiterhin viel Erfolg!


TOP 3 SONGS: Brillenmann, Negativität, Damenchor ... LISTEN on Homepage

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147
BEIRUT

No No No

Hochmelodiöser orchestraler FolkPop. Auch auf dem vierten Album von Beirut kreuzen immer wieder Polkarhythmen und Weltmusikklänge das Fahrwasser von Songwriter Zach Condon, aber die teils überschäumende Euphorie der ersten drei Alben darf nun immer öfter den Molltönen weichen. 

TOP 3 SONGS: No No No, Gibraltar, Perth
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146
COLDPLAY

A Head Full Of Dreams

Nach dem schrecklich langweiligen Album "Ghost Stories" scheint die Band um Chris Martin wieder einigermaßen in die Spur zu finden. Noch lange kein Meisterwerk wie "A Rush of Blood to the Head" aus dem Jahr 2002, aber es besteht wieder Hoffnung. 

TOP 3 SONGS: Miracles, Amazing Day, Everglow ... LISTEN on Homepage
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REVIEW
145
THE FEVER

Dirty Hot

Neues Futter für gegen den Strich gebürstete Ohren von Coco und Teur, meinen allerliebsten Nippelabklebern. Sechs krawallige neue Songs zwischen BluesRock und ElectroPunk. Natürlich schön schmutzig und verdammt heiß! 

TOP 3 SONGS: Sinkin', Love me away, Queen
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144
HOP ALONG

Painted Shut

IndiePopRock aus Philadelphia, der wunderbar lärmt, ohne die Melodie zu vergessen. Mit einer Sängerin, Frances Quinlan, die einerseits klingt als wäre sie die kleine aufmüpfige Schwester von Courtney Love, aber andererseits auch stimmliche Facetten zeigt, die Courtney selbst nach einer Stimmbandtransplantation nie hinbekäme. 

TOP 3 SONGS: The Knock, Sister Cities, Well-dressed ... LISTEN on Homepage

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REVIEW
143
DUTCH UNCLES

O Shudder

Die eleganten raffinierten Kompositionen der englischen SynthiPop-Band erinnern stellenweise an die in den frühen 80ern erfolgreichen Waliser Scritti Politti. Herausragendes Merkmal der Songs bleibt aber zweifelsohne die ungewöhnliche Stimme von Sänger Duncan Wallis, die es auf "O Shudder" mit einem immensen Instrumentarium (Holzblasinstrumente, Marimba, Streichern) zu tun bekommt.  

TOP 3 SONGS: Be Right Back, In n Out, Decided Knowledge ... LISTEN on Homepage
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142 
JAMIE WOON
Making Time

Auf seinem zweiten Album, für das sich der Brite mehr als 4 Jahre Zeit lies, ist Jamie Woon weiterhin auf der Suche nach der perfekten Symbiose zwischen Bassmusik, Soul und Rhythm & Blues. Das ist nicht mehr ganz so spannend wie auf seinem Debüt "Mirrorwriting", aber sehr gefühlvoll und erneut sehr elegant. Analoge ElectroSoulmusik für Feinschmecker, die auch gerne an Stevie Wonder und D'Angelo knabbern. 

TOP 3 SONGS: Sharpness, Forgiven, Celebration
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141
LIFE IN FILM

Here it Comes

Auch nach vielfachem Hören denke ich noch immer manchmal, ich höre gerade einen alten Kings of Leon-Song, wenn ein Lied vom Album "Here it comes" läuft, so stark ähneln sich die Stimmen von Life in Films-Sänger Samuel Fry und KOL-Frontmann Caleb Followill. Tolles Debüt-Album der Londoner, das unter den Fittichen von Stephen Street dem traditionellen Southern Rock eine ordentliche Dosis 80er-BritPop verpasst. 

TOP 3 SONGS: Set it off, Get closer, Alleyway ... LISTEN on Homepage
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REVIEW
140 
FOALS
What Went Down

Frontmann Yannis Philippakis versprach, dass man sich auf das bisher härteste Foals-Album freuen könne. Nun es ist nicht ganz so wild und animalisch geworden wie versprochen, aber es ist ein gutes Foals-Album geworden. Vertrackte Kompositionen mit den typischen Afroklängen, monumentale Epen, melancholische Balladen, eine gute Portion Groove und nur vereinzelt ungestüme Ausbrüche.

TOP 3 SONGS: What went down, Birch Tree, Snake Oil ... LISTEN on Homepage
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139
OF MONTREAL

Aureate Gloom

Wenn man eine Band keinem Genre zuordnen kann, dann der Band von Kevin Barns. Und ganz besonders nicht "Aureate Gloom", dem 13ten Album, denn hier feiern ExperimentalPop, PsychedelicPop, GlamRock, FunkRock, KrautRock, FolkRock, PunkRock und vor allem ProgressiveRock eine wilde Orgie. 

TOP 3 SONGS: Virgilian Lots, Apollyon Of Blue Room, Monolithic Egress ... LISTEN on Homepage
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138
SLEATER-KINNEY

No Cities to Love

Zehn Jahre warten hat sich gelohnt. Ein furioses Comeback des Damentrios aus Olympia (Washington), das auf "No Cities to Love" den IndieRock hochleben lässt. Wuchtig, zornig und voller Spielfreude, auch wenn ich die gaaaanz großen Melodien noch nicht entdecken konnte.


TOP 3 SONGS: Bury our Friends, Surface Envy, Hey Darling ... LISTEN on Homepage

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REVIEW
137
LUNA SOL

Blood Moon

Fangen wir dieses Mal doch damit an, was diese Platte nicht ist. "Blood Moon" ist kein epochales Meisterwerk. Dafür enthält die Platte nämlich viel zu viele Klischees, die man in der Rock-Historie schon unzählige Male gehört hat. Aber "Blood Moon" ist ein Stoner-Brett, das bei richtiger Lautstärke wie ein reinigendes Gewitter wirkt. Also gut für die Seele!

TOP 3 SONGS: Bridges, Operator, Death Mountain ... LISTEN on Homepage

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136
BILDERBUCH

Schick Schock

2014 sorgte die Nummer "Maschin" dafür, dass die jetzt HipHopper aus Österreich in den Fokus gerieten. Mit dem Album "Schick Schock" zeigt das Quartett nun. was es wirklich kann und lässt die beiden vor 2013 erschienen lausigen, noch ohne HipHop-Beats auskommenden Alben vergessen. Die Maschine läuft! Am besten Wikipedia hacken und die Einträge in der Diskographie von 2001 und 2009 entfernen ;-).


TOP 3 SONGS: Maschin, OM, Schick Schock ... LISTEN on Homepage

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135
SUMMER CAMP

Bad Love

Der Bandname ist Programm. Bei "Bad Love" möchte man sofort die Campingausrüstung schnüren, an der Tanke ein bis vier Six-Packs fangen und dann mit Freunden gemeinsam am See beim Sonnenuntergang glückseelig die Bierchen leeren und über Gott und die Welt schwadronieren ... und dabei natürlich den elektrifizierten verquerten IndiePop von Summer Camp hören.


TOP 3 SONGS: Bad Love, You're Gone, Beautiful ... LISTEN on Homepage

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134
PETITE NOIR

La Vie Est Belle

Ein in Kapstadt lebender 24 Jahre alter Mann namens Yannick Ilunga macht Musik. die man nur als absolut neuartig bezeichnen kann. Der Begriff Weltmusik wäre schlicht falsch, den im Gegensatz zu dem gerne mit diesem Etikett versehenen Musikern, die meist doch nur in traditionellen Strukturen arbeiten, reißt Illunga alle Grenzen nieder und erschafft tatsächlich so etwas wie globalisierte Musik. Depeche Mode und New Order auf einer Reise durch den schwarzen Kontinent! 

TOP 3 SONGS: La Vie Est Belle, MDR, Chess ... LISTEN on Homepage
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133
PURITY RING

Another Eternity

Schwebende Synthesizer und blubbernde Beats wie auf dem Debüt "Shrines" von 2012, aber der Schleier der Dunkelheit ist durchbrochen und Sängerin Megan James schwebt, wie auf dem Cover sehr schön zu sehen, ins gleißende Licht. Zeitgemäßere Popmusik geht nicht.


TOP 3 SONGS: Bodyache, Begin Again, Flood on the Floor ... LISTEN on Homepage

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132
SCHNIPO SCHRANKE

Satt

Deutschsprachiger PubertätsPop mit ausgeprägtem Hang zur Ferkelei. Eigentlich kann man kaum glauben, dass das Konzept auf Albumlänge funktioniert, tut es aber. Vermutlich weil man Daniela Reis und Friederike Ernst einfach abnimmt, dass sie genauso sind wie sie sich auf dem Album geben, nämlich unverblümt, frech und unangepasst.

Ach und für Bundesbürger aus südlichen Landesteilen: Schnipo Schranke ist übrigens eine Kurzform für: Schnitzel mit Pommes, Mayonnaise und Ketchup. Mahlzeit! 

TOP 3 SONGS: Intensiv, Pisse, Schrank ... LISTEN on Homepage
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131
TO KILL A KING

To Kill a King

Das Album hat alles, was die Band To Kill A King ausmacht: Gutes Songwriting mit starken Refrains, die exquisite tiefe Stimme von Sänger Ralph Pelleymounter und feinste Tempi-Wechsel in den Arrangements. Nach der etwas schwachbrüstigen EP "Exit, Pursued By a Bear" sind die Jungs mit dem schlicht "To Kill a King" betitelten neuen Album eindeutig wieder auf der richtigen Spur, aber noch nicht wieder ganz so stark wie beim Debütalbum  von 2013. 

TOP 3 SONGS: Compare Scars, Oh My Love, Grace at a Party ... LISTEN on Homepage
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130
SUPERHEAVEN

Ours is Chrome

Der erste Titel des Albums heißt "I've been Bored" und atmet den Geist von Kurt Cobain und der Blütezeit des Grunge. Die Gitarren dröhnen und es lärmt ordentlich, aber "Ours is Chrome" hat auch seine stillen Momente. Insgesamt mangelt es etwas an Abwechslung, aber einzelne Songs eignen sich vorzüglich, um die Gläser in der Vitrine des Nachbarn tanzen zu lassen und karierte Hemden sind ja gerade wieder groß in Mode ;-). 

TOP 3 SONGS: I've been Bored, Blur, Next to Nothing ... LISTEN on Homepage
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REVIEW
129
ROMANO

Jenseits von Köpenick

Vom Schlagerfuzzi zum Deutschrapper, der über seine “Metalkutte” rappt, ist es ein weiter Weg. Der aus Berlin Köpenick stammende Roman Geike alias  MC Ramon, alias Cornerboy, alias Left Coast, alias Dayton the Fox und jetzt eben Romano, produziert fette Beats wie sein visueller Zwilling Putin markige Sprüche. Erfrischend anders! 

TOP 3 SONGS: Metalkutte, Klaps auf den Pop, Heiss Heiss Baby ... LISTEN on Homepage

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128
SISKIYOU

Nervous

Ein Hoch auf die Düsternis! Das Dunkle! Das Geheimnisvolle! Die beiden Kanadier Colin Huebert und Erik Arnesen erschaffen auf ihrem dritten Album ein dramatisches schwarzes Etwas, einen dunklen Kristall mit nahezu magischer Anziehungskraft.


TOP 3 SONGS: Wasted Genius, Babylonian Proclivities, Deserter ... LISTEN on Homepage

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127
IBEYI

Ibeyi

Traurig, aber nicht düster, ist der kühle AfroElectroPop der beiden Zwillingsschwestern (Ibeyi ist nigerianisch für Zwilling), des bereits 2006 verstorbenen Buena-Vista-Social-Club-Perkussionisten Miguel "Anga" Díaz. Gekonnt verschmelzen die beiden die musikalische Tradition, die der verstorbene Vater hochhielt - kubanische Klänge und afrikanische Rhythmen - mit minimalistischen Electrobeats. Beeindruckende Trauerarbeit!

TOP 3 SONGS: River, Stranger Lover, Think of You ... LISTEN on Homepage

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126
SPEEDY ORTIZ

Foil Deer

Allerfeinsten IndieRock à la Pixies spielen Speedy Ortiz aus Northampton (Massachusetts). Das Quartett um Sängerin Sadie Dupuis beherrscht exzellentes Songwriting und schmiedet wunderbare Melodiebögen, die nicht immer direkt offen liegen aber früher oder später auf jeden Fall hervortreten.


TOP 3 SONGS: Raising the Skate, Zig, Dot X ... LISTEN on Homepage

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SUMMER CAMP - BAD LOVE from Luke Snellin on Vimeo.

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