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Montag, 6. August 2018

NEW SONGS Vol. 191: JIMOTHY LACOSTE / I Can Speak Spanish + Drugs... WHARVES / High School Hero ... SAILOR BEAST / My Favorite Ex ... SLOTHRUST / Double Down


JIMOTHY LACOSTE / I Can Speak Spanish + Drugs

Timmy Gonzalez, hat wahrscheinlich erst seit wenigen Monaten Haare unter den Achseln, macht aber schon seit geraumer Zeit Musik und wird unter seinem Pseudonym JIMOTHY LACOSTE in London als ziemlich heißer Scheiß gehandelt.

Nun ist es in London ja jeden Monat ein Anderer, der durchs Städtchen getrieben wird, aber man muss schon feststellen, dass keiner der bisher auf seiner Soundcloud-Page veröffentlichten Songs schlecht ist.

Ganz im Gegenteil, mit "Drugs" ist sogar eine potenzielle Hitnummer darunter die gekonnt Dancefloor, Grime und Electro verknüpft und sicher bei nicht wenigen Erinnerungen an Mike Skinner weckt.








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WHARVES / High School Hero

IndiePop oder AlternativeRock mit einer erhöhten Dosis Groove scheint ein bisschen aus der Mode gekommen zu sein. Das könnte sich aber wieder ändern, den "High School Hero" der australischen Band WHARVES ist so infektiös, dass es die Indiezentren der Welt reinfizieren könnte.

Wäre ein echter Hammer, wenn man bedenkt, dass Sänger Matt Collins in einem Interview verlauten lies, dass "High School Hero" als einfaches Demo begann, welches die Band schon beiseite gelegt hatte, weil es ihnen zu sehr nach Kinderlied und etwas lächerlich vorkam. Erst mit neuem Text und neuem Elan im Januar 2018 wurde der Song für gut befunden und im Studio eingetütet. Gott sei Dank!




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SAILOR BEAST / My Favorite Ex

Bei SAILOR BEAST regiert der Rhythmus. Der ist gerne etwas vertrackt und tänzelt gekonnt zwischen den Genres ElectroPop, Reggae, TripHop, HipHop und Funk herum.

Auf dem zwischen New York und Los Angeles entstanden Debütalbum befinden sich fast ausschließlich Instrumentaltracks, welche die Kalifornierin Alicia Angels in den letzten 3 Jahren komponierte. Das hypnotische "My Favorite Ex" hatte mich spätestens eingefangen, als die Klavierklänge auf die Beats treffen.




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SLOTHRUST / Double Down

Ich hatte ja schon angekündigt, dass es auf dem neuen SLOTHRUST-Album "The Pact", welches am 14. September erscheint, auch einige Songs geben wird, die das bisheriger Spektrum der Band deutlich erweitern. Nach dem man nun "Double Down" hören kann, wird man mir wohl uneingeschränkt zustimmen - wahrscheinlich auch bei der Behauptung, dass diese Spektrumerweiterung die Band noch interessanter macht.

Das Video zu "Double Down" handelt von der magischen Kunst des Schwebens, erklärt Sängerin, Songwriterin und Gitarristin Leah Wellbaum. "Es geht darum, die eigenen Kräfte nicht zu kennen, sie dann aber an unerwarteten Orten plötzlich ausströmen zu lassen. Die unendliche Kraft, die in jedem von uns schlummert, wird sich bei jedem auf unterschiedliche Art und Weise offenbaren. Du musst nur lernen sie zu nutzen und dich von ihr einnehmen und nicht auffressen zu lassen." Heilige, geile Scheiße!




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Freitag, 3. August 2018

ANKATHIE KOI feat. MARASKINO Made My Day! HURRICANE !



 

ANKATHIE KOI feat. MARASKINO
Homepage: https://seayou.bandcamp.com/album/ankathie-koi-hurricane-feat-maraskino
From: Vienna, Austria


Heute schon mal so richtig schön verstört worden? Sodass Ihnen die Worte fehlten und der Mund offen stand? Nicht durch einen Trump-Tweet, sondern durch eine BABYFACEesque Disconummer aus Österreich! Ja, ja, "Begeisterung spritzt auf dem Tisch!", aber ein bisschen Angst macht mir die gebürtige Oberbayerin doch auch. MADE MY DAY!

Mittwoch, 1. August 2018

QUICK & DIRTY: SHANNON SHAW / Shannon in Nashville

Published: 08.06.2018
Label: Nonesuch
Genre: SixtiesPop, RetroPop
Country: Oakland, Califonia / U.S.A.



Members:
Shannon Shaw

Im Februar habe ich mir "Onion" das Album der Band Shannon & the Clams gegönnt. Ein Album, das in Klang- und Erscheinungsbild so Retro ist, dass man kaum glauben mag, dass dieses Album erst 2018 erschien. Die Band gibt es bereits seit 2009, ich hatte aber vorher nie von ihr gehört, aber mittlerweile hat die Band in Dan Auerbach (The Black Keys) einen großen Förderer, der nun auch das Solo-Debütalbum von Sängerin SHANNON SHAW produziert hat, was dazu führen wird, dass Miss Shaw den Presserummel erfährt, den sie verdient hat.

Das mit Auerbach passt bestens, denn der Black Keys-Mann hat mit "Waiting On A Song" 2017 ein Solo-Album herausgebracht, auf dem er alte Songperlen zu neuem Leben erweckt und ebenfalls hemmungslos dem SixtiesPop-Sound frönt. Auf Shannon und ihre Band ist Auerbach wohl, so die Legende, bei einem Konzert in Memphis gestoßen, wo er sich direkt nach dem Konzert alle Longplayer (6!) der Band in einem Plattenladen besorgt hat.



Während Shannon mit den Clams eher nach Sixties-Garage klingt, setzt sie Solo auf den warmen Sixties-Pop-Sound - der auch erstaunlich gut zu ihrer kräftigen, aber warmen Reibeisenstimme passt - und kombiniert diesen mit Country & Western, wie man es auch von Auerbach kennt. Ganz wundervoll nachzuhören beispielsweise beim charmanten "Broke My Own" oder dem mit Mariachi-Bläsern aufwartenden "Leather, Metal, Steel".



Cover und Titel ihres Solo-Debüts spielen natürlich auf den Sixties-Klassiker "Dustin in Memphis" an, und tatsächlich kann Shannon eine ähnliche Aura entfalten wie Dusty Springfields Klassiker aus dem Jahre 1969. Auerbach wollte sich an dieser Messlatte versuchen und hat deswegen auch ganz gezielt zahlreiche legendäre Musiker (Pat McLaughlinGene Chrisman, Bobby Wood) ins Studio geholt, die in den 50er und 60er Jahren schon mit den ganz Großen wie Dusty Springfield, Aretha Franklin, Johnny Cash und Elvis musizierten.



So kann man verstehen, weswegen sich Shannon in Interviews gerne weigert "Shannon in Nashville" als echtes Soloalbum zu bezeichnen, da die eher aus dem DIY-Musikbereich kommende Sängerin, die selbst keine Noten lesen kann, stark von den ausgeprägten Skills der Musikveteranen und natürlich von Auerbachs Produzentenfähigkeiten profitierte.

Aber es ist ja eigentlich völlig egal, welchen Namen man dem Kind gibt, fest steht, dass es sich um eine zeitlose Schönheit handelt, bei der sich kaum festlegen lässt, welcher Puzzlestein der schönste ist. Bei mir zur Zeit "Freddies 'N' Teddies".



Tracklist:
01 Golden Frames
02 Bring Her The Mirror
03 Broke My Own
04 Leather, Metal, Steel
05 Freddies 'N' Teddies
06 Love I Can't Explain
07 Cryin' My Eyes Out
08 Goodbye Summer
09 Cold Pillows
10 Lord Of Alaska
11 I Might Consider
12 Make Believe
13 Coal On The Fire