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Dienstag, 4. April 2017

NO KILL Made My Day! Tremolo!



NO KILL
Homepage: http://nokillnokill.com/
From: Brooklyn, USA

 

Manchmal kann ich es gar nicht glauben, dass eine Band ohne Plattenlabel dasteht. Beim aus Jamie Cogar (Guitar, Drums, Vocals) und Andrew Trouwborst (Guitar, Vocals) bestehendem Duo NO KILL ist dies aber, obwohl die beiden schon seit 2010 zusammen Musik machen, tatsächlich der Fall. Zur Entschuldigung aller Plattenfirmen sei gütlich hinzugefügt, dass die beiden noch keine zehn Songs veröffentlicht haben. Mit dem Song "Tremolo" gibt es jetzt aber keine Ausrede mehr die Band nicht zu signen! Noch in diesem Jahr soll der erste Longplayer namens "Gold Chorus" erscheinen.

Sonntag, 2. April 2017

NEW SONGS Vol. 152: TOO TANGLED / Mexican Drugs ... IT'S THE LIPSTICK ON YOUR TEETH / Skintrade ... FRNDZ / Bad Idea ... BENJAMIN BOOKER / Witness


TOO TANGLED / Mexican Drugs

TOO TANGLED ist ein Indie-Wave-Rock-Duo aus Belgien (Gent), bestehend aus Roeland Vandemoortele (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) und Eva Buytaert (Gesang, Violine, Keys).

"Mexican Drugs" ist die zweite Singleauskopplung, aus dem am 17. März erschienenen vierten Album "Revel, Revel" des Duos und ein Song, bei dem die Belgier weniger wie sonst üblich auf elektronische Sounds setzen, sondern stattdessen deutlich mehr in Rock investieren.

Einziger Makel: Nicht nur die Kombination Mann/Frau, sondern auch der Refrain und die männliche Gesangstimme erinnern an Warhaus, ebenfalls aus Gent (!?), deren letztjähriges Album "We Fucked a Flame Into Being" ich hiermit jedem noch mal ausdrücklich ans Herz legen möchte.




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IT'S THE LIPSTICK ON YOUR TEETH / Skintrade

Ja, das Cover ist beschissen und die inszenierte Kunstblutsause 2017 auch nicht wirklich originell, aber irgendwie ertappe ich mich dabei den Song "Skintrade", der ein (ha ha) blutiger Bastard von The Prodigy und Rammstein sein könnte, gut zu finden. Gibt es so etwas wie eine Post-Pubertät?

Die Band mit dem obskuren, aber irgendwie auch guten Bandnamen IT'S THE LIPSTICK ON YOUR TEETH kommt aber nicht von irgendwo ganz weit hinter den Bergen, sondern aus der Stadt in Europa, die in Sachen Musik, zurzeit eigentlich weit vorne liegt: Wien! I hau mi o!




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FRNDZ / Bad Idea

Seit ich im letzten Jahr eine Woche in Brooklyn verbringen durfte, schlägt mein Herz für New York. Kein Wunder also, dass eine Mail die mich mit den Einleitungsworten "Hello from Brooklyn! We are FRNDZ." begrüßt, fast schon reflexartig dazu führt, dass ich den integrierten Link anklicke.

Manchmal lässt sich schon anhand der in der Email eingefügten Bilder erahnen, dass es eher nichts für diesen Blog ist, aber manchmal erschrecke ich auch zu Tode, welch halb garer Mist mich stellenweise erreicht, wenn ich auf "Play" klicke. Ja, man kann im Netz ALLES veröffentlichen, ABER man muss es nicht!

Im Fall von FRNDZ gibt es aber nichts zu klagen! "Bad Idea" ist ein gut gelaunter IndieRocker im Stile der Strokes, der wie gemacht dafür ist an der freien Luft mit hoher Lautstärke auf die Welt losgelassen zu werden.

Viel ist über die Band noch nicht zu erfahren, die Bandseiten im Netz sind alle noch sehr jungfräulich und ich tippe die Band selbst, ist auch kaum dem Teenageralter entfleucht.




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BENJAMIN BOOKER / Witness

Beim ersten Hören war ich - jetzt ganz ehrlich - maßlos enttäuscht. Was hat BENJAMIN BOOKER 2014 mit "Violent Shiver" für ein großartiges krachendes GarageBluesRock-Debütalbum hingelegt. Und jetzt dieser lauwarme gospellastige Song "Witness" als Vorbote für das am 2. Juni erscheinende gleichnamige Album? Bis zur 45 Sekunde war ich versucht zu denken es gibt noch einen anderen Benjamin Booker!

Dann spielt meine Playlist mit den aktuellen Songs das Stück wieder und wieder es wird besser. Es wandert zum Härtetest in meine Playlist für das Auto und langsam kann ich mich von meinen selbstgestrickten Erwartungen verabschieden und mich vorbehaltlos dem Stück annähern. Eigentlich finde ich es doch wunderbar, wenn Künstler neue Wege bestreiten! Und jetzt bin ich wirklich sehr sehr neugierig was sich der begnadete Musiker aus New Orleans noch hat alles einfallen lassen.




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Samstag, 1. April 2017

QUICK & DIRTY: VALERIE JUNE / The Order Of Time

Published: 10.03.2017
Label: Caroline
Genre: CountrySoul, FolkBlues, CountryGospel, FolkRnB, Bluegrass
Country: USA, Tennessee

 


Members:
Valerie June Hockett, geboren 1982 in Jackson / Tennessee

Was ist das Faszinierende an VALERIE JUNE? Ist es diese prägnante, sehr fragile Stimme, die unweigerlich an den nasalen Gesang von Bob Dylan erinnert? Ist es die soulige Kombination aus Country, Folk, Gospel, R&B und Blues? Spurensuche!

Geboren wurde Valerie June Hockett, so ihr vollständiger bürgerlicher Namen, 1982 in Tennessee, der Wiege des Blues, als Erstes von fünf Kindern. Sie wächst in der Kleinstadt Humboldt auf, wird mit Gospel in der örtlichen Kirchengemeinde und mit R&B und Soul durch ihren Vater musikalisch geprägt.



Mit 19 Jahren lebt sie in Memphis und beginnt zusammen mit ihrem damaligen Ehemann Musik zu machen. Von ihrem Mann trennt sie sich, nicht aber von ihrer Liebe zur Musik. Sie startet ein schnell erfolgreiches Fundraising-Projekt im Internet, um ihr erstes eigenes Album aufzunehmen, welches 2006 unter dem Titel "The Way of the Weeping Willow" erscheint.

2011 zieht Valerie von Memphis nach Williamsburg in Brooklyn. Mittlerweile hat sie drei Alben in Eigenproduktion auf CD herausgebracht, als sie über Kontakte Dan Auerbach kennenlernt und ihn nicht nur dafür gewinnen kann, ihre nächste Platte zu produzieren, sondern auch einige Songs mit ihr zu schreiben.



2013 erscheint "Pushin' Against a Stone" und die breite Masse wird erstmals aufmerksam auf die außergewöhnliche Stimme und die ungewöhnliche Mixtur verschiedener Musikstile der Singer/Songwriterin. Valerie begibt sich mit anerkannten Größen wie Jake Bugg, Sharon Jones & The Dap Kings, Sturgill Simpson und Norah Jones als Support auf Tour.

Vier Jahre vergingen, ehe nun mit "The Order of Time" das fünfte Album von Valerie June erschien. Die Zeiten, in denen man sie außerhalb der Vereinigten Staaten nur als Begleitband erleben durfte, können nicht mehr lange dauern, denn das neue Werk sammelt zu Recht überschwengliche Besprechungen in der Fachpresse.



Im Vergleich zum Vorgänger "Pushin' Against a Stone" drosselt die afroamerikanische Sängerin R&B und Soul auf "The Order of Time" etwas, um ihren Songs dafür mehr Country- und Bluesflair zu verpassen. Das neue Werk zeigt sich dadurch wesentlich geschlossener und verströmt eine unglaublich wohlige, schier meditative Atmosphäre - geradeso als läge man völlig zufrieden nach einer rundum gelungenen unvergesslichen Nacht auf einer Liege im Garten und ließe sich von den Sonnenstrahlen verwöhnen.



Wer bei den ersten Durchgängen mit dem Album etwas fremdelt, dem sei versprochen, dass sich dieses Album nach mehrmaligem Hören gewaltig entwickelt und den vielleicht ersten Eindruck von Eintönigkeit völlig verdrängt. Und erwähnt sei auch noch, dass niemand Geringeres als Norah Jones die Backing Vocals beisteuert und der Song "Astral Plane" von Valerie eigentlich für Massive Attack geschrieben wurde, diese aber dankend ablehnten.



Ach ja und das Faszinierende an Valerie June ist ihre Frisur!!!  ;-)

Anspieltipps: "Long Lonely Road", "Shakedown", "The Front Door", "Slip Slide On By"

Tracklist:
01 Long Lonely Road
02 Love You Once Made
03 Shakedown
04 If And
05 Man Done Wrong
06 The Front Door
07 Astral Plane
08 Just In Time
09 With You
10 Slip Slide On By
11 Two Hearts
12 Got Soul