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Sonntag, 14. Dezember 2014

NEW SONGS Vol. 76: MY DRUNKEN HAZE ... LANGTUNES ... HANNI EL KHATIB ... THE MUNITORS

MY DRUNKEN HAZE / Carol Wait ... LANGTUNES / Speed Monks ... HANNI EL KHATIB / The Teeth ... THE MUNITORS / Walls collide

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MY DRUNKEN HAZE / Carol Wait


Bands aus zwei sonst eher selten vertretenen europäische Staaten waren in diesem Jahr auf Rock-n-Blog verstärkt präsent. Erstens Österreich (Ja, Panik, Nino aus Wien, etc.) und zweitens Griechenland. MY DRUNKEN HAZE kommt aus Griechenlands Hauptstadt und macht zauberhaft schwingende psychedelische Popmusik, die obwohl die Melodien verdammt eingängig sind, doch meilenweit vom Popeinheitsbrei entfernt sind.

Das Quintett gründete sich 2010 und veröffentlichte nun im November auf Inner Ear Records ein spektakuläres Debüt mit 9 Songs, von denen jeder einzelne Singlequalität aufweist, wobei das Spektrum von DreamPop über SixtiesPop bis GaragePsychedelic reicht. Wer die typische Orgel aus den 60ern liebt, sollte sich unbedingt "Carol Wait" anhören und dann wird er nicht umhin kommen, das Album zu kaufen :-). Weiteres Kaufargument: Matina Sous Peau klingt wie Hope Sandoval von Mazzy Star und Foxygen-Fans kommen auf jeden Fall auch auf ihre Kosten.


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LANGTUNES / Speed Monks

Wer nun dachte mit griechischer Popmusik sind auf diesem Blog die Grenzen erreicht, der sei eines besseren belehrt, denn die nächste vorgestellte Band hat ihre Heimat in einem Land, in dem Rock und Pop nicht gerade mit großer Tradition behaftet ist, sondern ein unterdrücktes Dasein fristet.

Die LANGTUNES sind vier Iraner, die aufgrund der Repressalien in ihrem Heimatland gegen "zügellosen"  IndieRock nun in Deutschland erste Erfolge feiern dürfen. Die Band gründete sich 2009 in Teheran, vertrieb ihre Demos im Untergrund und wurde durch das Internet ans Licht gezerrt.

2012 und 2013 folgten Touren durch Deutschland und die Türkei. 2014 dann, bei weiteren Konzerten im deutschsprachigem Raum, wurde ein deutsches Musiklabel auf die wilden Iraner aufmerksam und nun bastelt man gemeinsam an dem für 2015 geplanten Debütalbum. Der erste Hinhörer "Speed Monks" lässt auf jeden Fall Vorfreude aufkommen.


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HANNI EL KHATIB / The Teeth

Es bleibt exotisch. HANNI EL KHATIB ist ein Musiker palästinensischer und philippinischer Abstammung, der in San Francisco aufwuchs und mittlerweile in Los Angeles lebt. Wer mit dem Schaffen von Dan Auerbach (Black Keys) vertraut ist, dürfte schon einmal auf den Namen gestoßen sein, denn Auerbach produzierte das zweite Album "Head in the Dirt" des Amerikaners.
Die musikalische Verwandtschaft zu Auerbach lässt sich auch auf der aktuellen ersten Veröffentlichung, "The Teeth", für das kommende neue Album nicht überhören. GarageBluesRock, der Gott sei Dank aber nicht so hochglanzpoliert ist wie das diesjährige Black Keys-Album.



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THE MUNITORS / Walls collide

Back to good old Germany. THE MUNITORS nennt sich eine Band aus der Nähe von Frankfurt, die klingt, als käme sie aus dem Vereinigten Königreich.

"Walls collide" ist das erste Stück der Band, welches mir zu Ohren kommt und das mir eigentlich zu sehr mit typischen abgegriffenen IndieRock-Elementen agiert, aber sich trotzdem irgendwie in meine Gehörgänge verbissen hat.

Werde mir also die aktuelle EP "Sleepless Careless Dreamless" doch mal genauer vornehmen und sehen, ob hinter der Hochglanzpolitur doch etwas Authentisches und Eigenes steckt - falls ja werde ich es euch wissen lassen. Trotzdem schon mal die Warnung an die Hessen, sich nicht zu sehr in der Marketinggleichschaltungsmaschinerie zu verfangen.


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