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Montag, 3. Juni 2013

FREE DOWNLOAD *** DAVID BYRNE and ST. VINCENT / Brass Tactics EP *** FREE DOWNLOAD

Kostenloses vom Mastermind der einst besten Band der Welt! TALKING HEADS! Da sollte man doch schnell die Angel auswerfen wenn es einen solchen Leckerbissen aus dem großen Netz zu fischen gilt.

Fünf Großartige Songs, darunter eine Live-Version von "Road to Nowhere", zwei exzellente Remixe vom Album "Love this Giant" (2012) mit St. Vincent aka Annie Clark und ein bisher unveröffentlichter Song namens "Cissus".


QUEENS OF THE STONE AGE / ... like Clockwork

KEINE Band steht - obwohl das letzte Album mittlerweile sechs Jahre zurückliegt - mehr für erstklassigen Stoner-Rock, als die Queens of the Stone Age.

Vorneweg, mit "... like Clockwork" wird dieser Status noch tiefer in den Stein gemeiselt werden, auch wenn hartgesottene Fans sicher das ein oder andere Mal schlucken müssen.

Klar, dass wenn Mastermind Josh Homme ruft, die Prominenz Schlange steht, um einen Beitrag für das neueste Werk der Stoner-Helden zu leisten. Nicht überraschend auf der Gästeliste sind Dave Grohl (Foo Fighters), Mark Lanegan und die Ex-Members Joey Castillo und Nick Oliveri. Trent Reznor, James Lavelle (U.N.K.L.E.) und Alex Turner  von  den Arctic Monkeys dürften schon für etwas Irritation sorgen, aber mit Elton John und Jake Shears von den Scissor Sisters hätte wohl niemand gerechnet.

Die Platte eröffnet mit dem very creeply "Keep Your Eyes Peeled". Die Bass-Line, das Riff und das psychdelische Gitarrengeschrammel - das passt. Damit kann man locker auf einer Party die Spreu vom Weizen trennen. "I Sat By the Ocean" ist, man verzeihe mir den Ausdruck im Zusammenhang mit den QOTSA, verdammt poppig geraten. Kommt nicht so richtig in die Puschen, trotz feiner Hookliner und Hommes typischem Stil an der Gitarre.

Alte Haudegen, die noch mit Led Zeppelin geknutscht und gesoffen haben, dürften an der Ballade "The Vampyre of Time and Memory" ihre Freude haben. Kann sich hören lassen, auch wenn die sphärischen Keyboardklänge etwas gewöhnungsbedürftig sind und hier sicher nicht Rockgeschichte neugeschrieben wird.

Viel Spaß macht mir "If I had a Tail", einerseits wegen der "versteckten" Reminiszenz, dem Rumpel-Hook und besonders wegen der vielen kleinen Details, die man erst beim mehrfachen Hören ausmacht. Meines Erachtens der Song mit dem höchsten Wachstumspotential.




"My God is the Sun" ist ein Paradebeispiel für alles, was QOTSA-Fans an dieser Band so lieben: Riffs, Breaks, Energie! Anschließend scheint auf dem Album ein harter Schnitt zu kommen, aber nur für eine knappe Minute, denn dann explodiert das sehr betulich beginnende "Kalopsia", ehe es nach einer weiteren Minute wieder zerfällt und erneut explodiert. Fein!.




Mit ungewöhnlich viel Pathos belegt ist der ziemlich konversative Rocksongs "Fairweather Friends". Etwas weniger Schmalz (ist das Elton John am Klavier?) und mehr Härte hätten aus dem scharfen Ding sicher noch mehr machen können.

Blueslastig, aber auch mit GlamRock-Attitüde zeigt sich "Smooth Sailing". Das Riff hat man sich von "Personal Jesus" von Depeche Mode geliehen und vom Arrangement erinnert es mich stark an Jack White, aber dann sind natürlich auch wieder Gitarrenparts involviert, die daraus ein, wenn auch nicht ganz typisches, QOTSA-Stück machen. Mehr Groove hatte die Band aber definitiv in keinem Song!




Traurig, traurig und schön. "I Appear Missing" zeigt Mr. Hommes von der gefühlvollen Seite, was natürlich nicht bedeutet, dass der Herr das Rocken vergisst. Wandert als erster QOTSA-Song in meine Playlist "Novocain for the Soul", in der sich sonst doch hauptsächlich deutlich ruhigere Stücke befinden.

Und jetzt das Unglaubliche! Auch der letzte Song des Albums "Like Clockwork" wandert in besagte Playlist und dazu noch in die Liste für die besten Songs des Jahres 2013. Ein atemberaubendes episches Musikstück, welches natürlich den frühen Pink Floyd-Alben Tribut zollt und es schmerzt tatsächlich, wenn der Song schon nach 5:24 Minuten zu Ende ist, aber Gott sei Dank hat man ja im digitalen Zeitalter ganz einfach die Möglichkeit, einen einzelnen Song in die Endlosschleife zu hieven. Und wenn er nicht gestorben ist, dann ...

Samstag, 1. Juni 2013

THE GREAT FAULTS / Coming back soon!!!

8 Uhr morgens. Das Wetter ist schon wieder beschissen. Alles schläft noch. Der ideale Zeitpunkt, um mit dem mir bereits vorliegenden und von Bandmitglied Martin Arlo Kroll zugesandten Debüt von The Great Faults den Tag zu verschönern. Bisher hatte ich nur wenig Zeit, mich in "Coming back soon!!!", das am 28.6 erscheint, einzuhören, also Kopfhörer auf und jetzt mal richtig lauschen, was die Band so zu bieten hat.

Auf die Schnelle gehört, erinnert das Duo schon an die legendären Whites Stripes und an The Blacky Keys, auch wenn die Bandmitglieder, Sänger und Gitarrist Martin Arlo und Drummer Johannes Woodrow Wagner auf ihrer Homepage darauf verweisen, dass vor allem in der Schlagzeugarbeit Unterschiede bestehen. Auf jeden Fall gibt es sicher schlechtere Referenzen als diese beiden Bands ;-)

The Great Faults musizieren auf jeden Fall, wie die genannten Referenzen, an der Schnittstelle zwischen Blues und IndieRock. Sie tun es melodiöser als es die White Stripes taten, setzen weniger auf übermächtige Hooklines, sondern gehen feinfühliger vor - obwohl es schon ordentlich aus der Garage rumpelt. Leider rumpelt es nicht fett genug, da merkt man dann doch, dass die Produktion in Eigenregie statt fand. Ein erfahrener Produzent hätte da sicher deutlich mehr herausgekitzelt. Wünsche dem Duo also, dass jemand - es muss ja nicht gleich Danger Mouse sein - das Potential der Beiden erkennt und sich dann dem nächsten Album annimmt.



Zur Mucke und ich versuche mal die Defizite in der Produktion auszublenden. Nach einem kurzen Acapella-Intro und zarten Gitarrengeklimper geht es direkt furios los mit "Parade". Das Schlagzeug ist sofort voll da und das Riff schneidet genüsslich. Man hört Sänger Martin Arlo schon an, dass er nicht in seiner Muttersprache singt, aber das stört nicht weiter und nach kürzester Zeit verblasst diese Wahrnehmung zu Recht - also Schluss mit der Korinthenkackerei.

"Childsname" ist zurückhaltender, lässt mit Breaks Zeit zum Luftholen und setzt ganz auf die Melodie. "Ring", neben "Parade" mein Favorit auf der Scheibe, zeigt klipp und klar, dass hier jemand was vom Songwriting versteht. Wenn da die gefährliche Maus ihre Finger dran hätte, ginge der Song ganz sicher ab wie Rakete!



"Light" und  "No, No" haben beide einen exquisiten Refrain, die sich wunderbar bei einem Fläschchen Bier mit Freunden mitsingen lassen, wenn dabei noch ein Feuerchen brennt und die ein oder andere nostalgische Geschichte erzählt wird, dürfte es auch passen ;-). Echte BluesRock-Riffs haben die Jungs aus Mülheim an der Ruhr wirklich drauf, was man sehr schön bei  "Resist" und "Timetable" feststellen kann.  Für "Resist" wäre etwas mehr Verruchtheit in der Stimme wünschenwert, egal, wenn dabei der ein oder andere Ton flöten geht. Also etwas mehr Mut zum Kontrollverlust in der Stimme bitte, auf Platte klingt mir das Ganze sonst etwas zu brav.

Die letzten drei Songs des Albums, "War", "Hardly Trying" und "Big Hearts" reihen sich nahtlos in das in sich sehr geschlossene Geamtwerk ein. Wobei "Big Hearts", der ganz klar stärkste Song des Dreiers ist - ziemlich nahe an "Parade" und "Ring"!

Dass die Band mit Leidenschaft rockt, steht nach diesem Debüt-Album außer Frage. Bleibt zu hoffen, dass sie am Ball bleiben und mit dem nächsten Album den nächsten Schritt tun. Wer The Grat Faults live erleben möchte, hat demnächst die Gelegenheit dazu. Der Juni ist bei mir zwar schon pickepackevoll, aber wer weiß, vielleicht sieht man sich in Kürze im Tsunami-Club!

13.06. Köln, Tsunami
15.06. Emmerich, Rock Over Festival
15.06. Bonn, Kult 41
27.06. Essen, Templebar
29.06. Berlin, Trickster