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Sonntag, 20. August 2017

QUICK & DIRTY: THE SECRET SISTERS / You Don't Own Me Anymore

Published: 09.06.2017
Label: New West Records
Genre: Americana, Folk, Singer/Songwriter
Country: Alabama, USA




Members:
Laura and Lydia Rogers

In Alabama in einer musikalischen Familie aufgewachsen, der Großvater und die Brüder gründeten die Band The Happy Valley Boys, bleibt einem wahrscheinlich nichts anderes übrig, als ebenfalls Musik zu machen.

Angefangen haben die beiden Schwestern Laura und Lydia im heimatlichen Kirchenchor, dann aber wollte Laura eine Businesskarriere anstreben und Lydia schien die einzige weibliche Stimme der Familie zu sein, die gehört werden wollte.

Wie das Leben so spielt, war aber dann doch Laura diejenige, die dafür sorgte, dass die beiden ins Musikbusiness fanden, als sie alleine - da Lydia verhindert war - 2010 an einem Vorsingen bei einem Plattenlabelboss in Nashville teilnahm. Dem Boss gefiel, was er hörte. Beim nächsten Treffen brachte Laura dann ihre Schwester Lydia mit und schon waren THE SECRET SISTERS geboren.



Kurze Zeit später ging es zu Demoaufnahmen nach Los Angeles und im Oktober 2010 erschien das Debütalbum "The Secret Sisters", welches es auf Anhieb auf Platz 27 in die US-Country-Charts schaffte. Das zweite Album "Put Your Needle Down" erschien 2014 und erreichte Rang 18.

Dann begann eine turbulente Zeit für die Schwestern. Ihre Plattenfirma Repuplic Universal Records setzte sie vor die Tür und ihr Manager verklagte sie, aber L&L beschlossen nicht aufzugeben, sondern weiter Musik zu machen.



Sie fanden ein neues Zuhause beim Label New West Records und auch wenn die Chartsfakten noch etwas hinter dem Zweitling zurückliegen, ist das nun erschienene Album "You Don't Own Me Anymore" das bisher beste Album der Schwestern geworden.

Wahrscheinlich muss man einfach tiefe Täler durchschreiten, um solch großartige Stücke wie "He's Fine", "You Don't Own Me Anymore", "The Damage" oder "Carry Me" zu schreiben.

Prädikat: Emotionaler CountryFolk mit liebreizenden Harmonien und Melodien - ideal als auch Begleiter bei Trennungsschmerzen - nicht nur in Americana ;-)



Tracklist:
01 Tennessee River Runs Low
02 Mississippi
03 Carry Me
04 King Cotton
05 Kathy's Song
06 He's Fine
07 To All the Girls Who Cry
08 Little Again
09 You Don't Own Me Anymore
10 The Damage
11 'Til It's Over
12 Flee as a Bird

Donnerstag, 17. August 2017

LCD SOUNDSYSTEM Made My Day! Tonite!


 

LCD SOUNDSYSTEM
Homepage: https://lcdsoundsystem.com/
From: NYC, U.S.A.


Da ist es, das erste Stück mit Videoclip vom vierten, nach sieben langen Jahren Wartezeit, am 1. September erscheinenden Album "American Dream". Herr Murphy wollte ja eigentlich nicht mehr, aber jetzt will er wieder und es klingt als wäre er nie weg gewesen. Die Botschaft von "Tonite" ist klar und deutlich:
"Yeah all the hits are saying the same thing. There’s only: tonite (tonite, tonite, tonite, tonite) man, life is finite but, shit it feels like forever." MADE MY DAY!

Mittwoch, 16. August 2017

EVERYONE IS DIRTY Made My Day! San Andreas!


 

EVERYONE IS DIRTY
Homepage: https://www.everyoneisdirty.com/
From: Brooklyn/NY, U.S.A.


Natürlich gibt es Situation, in denen wir ALLE gerne etwas schmutzig sind, weswegen ich mich mit dem Bandnamen der Gruppe aus Brooklyn/NY, die seit 2013 ArtPunkRock spielt, gut anfreunden kann. Der Sound ist auch nicht ganz sauber, und wenn unter mir der Boden bebt, finde ich es prinzipiell auch nicht schlimm ;-).

Sängerin Sivan Lioncub hatte, während sie den Song schrieb, mit einer lebensbedrohlichen Penicillinallergie zu kämpfen und stand unter Schmerzmitteleinwirkung. "San Andreas", und übrigens auch die anderen Stücke zum am 28. September erscheinendem neuen Album "My Neon's Dead, entstanden also gewissermaßen unter dem Einfluss verbotener Substanzen. Das sieht man wieder, wie man auch aus Scheißsituation etwas Positives gewinnen kann. MADE MY DAY!

Montag, 14. August 2017

NEW SONGS Vol. 161: OSCAR MIC / The Great Endeavour ... JAMIE LENMAN / Hell In A Fast Car ... THE DUKE SPIRIT / Magenta ... COAST MODERN / Frost


OSCAR MIC / The Great Endeavour

Die lebende Beatbox OSCAR MIC meldet sich mit einem neuen Stück und im schicken gelben Ostfriesennerz zurück.

Bei "The Great Endeavour" bemüht sich der Mann aus London die Welt mit seinem speziellen Groove zu infizieren. Mich hat erneut der sympathische
WOPBOPALOOBOPALOPBOOMBIP-Virus befallen, was ganz klar an den typischen symptomatischen rhythmusabhängigen Körperzuckungen zu erkennen ist. Nur schade, dass die Pandemie noch immer auf sich warten lässt :-(.





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JAMIE LENMAN / Hell In A Fast Car

Ziemlich bewegtes Leben, das Herr LENMAN vorzuweisen hat. 2001 rockte er mit seiner Band Reuben zum ersten Mal die britische Post-Hardcore-Szene. Bis 2008 erschienen drei Alben, ehe man sich trennte und Lenman beschloss sich primär seiner anderen Liebe der Illustration zu widmen.

2011 kribbelt es wieder im Hals und Lenman beginnt mit der Arbeit an seinem Solo-Debüt, einem Folk/Blues-Thrash-Metal-Doppelalbum namens "Muscle Memory", welches 2013 auf Xtra Mile erscheint.

Nach der Albumtour tauscht er wieder Stift gegen Mikrofon, was erklärt, weswegen es nun knapp vier Jahre gedauert hat, bis Lenman sein zweites, für den 27. Oktober angekündigtes, Soloalbum "Devolver" veröffentlicht. Die ersten beiden Songveröffentlichungen, "Mississippi" und "Waterloo Teeth", liesen erahnen, dass es zurück in Richtung Post-Hardcore-Wurzeln geht und auch die jetzt präsentierte zweite Single "Hell In A Fast Car" bestätigt die Tendenz.






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THE DUKE SPIRIT / Magenta

Album Nummer 5 von THE DUKE SPIRIT aus London steht ab dem 18. August in den Läden. Was die Motivation für Sängerin Liela Moss war, um dieses Album zu machen, bringt sie in einem nicht ganz jugendfreien Statement sehr schön auf den Punkt:

"Bei all der Scheiße auf der Welt, die wir täglich durchstehen müssen, habe ich auf dem Album versucht die herzrasende Liebe festzuhalten, die man für dieses Leben eben doch immer noch hat. Ich singe von der Arroganz, Egomanie und den Grausamkeiten, die wir täglich erleben. Ich möchte sie auflösen, in dem ich von oben mit einer goldenen, glühenden Gutmütigkeit darauf pisse."

"Magenta" heißt die erste Single aus ""Sky Is Mine" und aufgrund ihres Statements möchte man ihr fröhlich aufmunternd zurufen: Let it flow Liela! Let it flow!




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COAST MODERN / Frost

Eigentlich macht das Duo COAST MODERN aus Los Angeles auf ihrem im Juli erschienen Debütalbum "Coast Modern" perfekt produzierten tanzbaren IndiePop mit feinen Melodien und leichten Reggaeanwandlungen.

Der letzte Song auf dem 18 (!) Songs enthaltenen Album ist aber anders und genau dieser Song hat es mir besonders angetan. "Frost" ist eine minimalistische Campfire-Ballade die das Herz erwärmt. Nur die Stimme von Sänger Luke Atlas und eine Gitarre - perfekter Abschlusssong eines durchaus gelungenen Debütalbums.

Neben "Frost" empfehlen sich zum Reinhören "Hollow Life", "Comb My Hair" und "Now I'm Cool".





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Freitag, 11. August 2017

JEN CLOHER / Jen Cloher [Review]

Courtney Barnett gründete 2012 das unabhängige Plattenlabel Milk und holte sich dann JEN COHER als Partner an Bord. Dank des großen Erfolges von Courtneys Debüt-Albums "Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit" in 2015, dürfte das Label vorerst in Ruhe arbeiten können. Vielleicht aber auch nicht, denn es könnte viel Arbeit auf das Team zukommen, denn das neue Album von Label-Partnerin Jen Cloher hat ebenfalls das Potential, um den Musikmarkt aufzumischen.


Beim schlicht mit ihrem Namen betitelten Werk "Jen Coher" handelt es sich aber nicht um ein Debütalbum wie man meinen könnte, sondern es ist bereits ihr vierter Longplayer in einer Karriere, die 2005 mit der EP "Permanent Marker" begann. Das letzte Album "In Blood Memory" aus dem Jahr 2013 - das erste ohne den Bandnamenzusatz And The Endless Sea - war ihr bisher größter Erfolg, das ihr eine Nominierung für den renomierten Australian Music Prize bescherte. Hierzulande kennt im Gegensatz zu ihrer Partnerin Courtney Barnett noch kaum einer Jen Cloher, aber das dürfte sich nach diesem Album und der anschließenden Tour durch Europa und Köln ändern.

Cloher, die in Adelaide geboren wurde und dann nach Sydney übersiedelt, schreibt Lieder über Dinge, die sie bewegen: Das Leben als Frau im Musikbusiness, das Leben als homosexuelle Frau in Australien und wie gut oder schlecht Fernbeziehungen ("Forget Myself") funktionieren. Cloher textet lieber, als dass sie komponiert, die Texte sind ihr wichtiger.

Musikalisch liegen Cloher und Barnett ebenfalls sehr nahe beieinander. Beide haben in ihrer Stimme etwas wunderbar Schnoddriges, wenn auch Jens Stimme etwas zurückhaltender klingt, und beide bewegen sich im Experimentierfeld zwischen Folk, Grunge, Art- und IndieRock. Der scheppernde Einstiegssong "Forget Myself" ist ein gutes Beispiel dafür, wie man diese Spielarten kunstvoll verknüpfen kann.



Es muss nicht einfach gewesen sein für Jen als die musikalische Karriere ihrer Partnerin an ihr, die schon lange Jahre im Business war, vorbeizog. Aber Jen kämpfte Neid und das Gefühl des Scheiterns nieder und schloss ihre Lehren aus dem Geschehenen. Es scheint als hätte Cloher "Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit" analysiert und den Schlüssel zu dessen Erfolg gewonnen.

Songs wie "Analysis Paralysis" oder dem smashigen "Strong Woman" hört man die Nähe vielleicht etwas zu sehr an, aber ein Kopist ist Cloher dennoch keinesfalls, weil Jen Cloher den Stil von Barnetts Debütalbum gewissermaßen nur als Basis nutzt, virtuos ihre eigene Persönlichkeit einbringt und das Spektrum überraschend erweitert. So entstehen sanfte, erwachsene Nummern wie "Regional Echo" oder "Dark Art", die zur wütenden und mehr als 10 Jahre jüngeren Barnett (zur Zeit noch) gar nicht passen würden.



Geschrieben hat Cloher das Album während Courtney auf Tournee war. Die meisten Stücke entstanden im australischen Winter in Jumbunna, einer kleinen Stadt ca. 130 km südöstlich von Melbourne. Man kann sich vorstellen, wie sich Cloher in diese Aufgabe vertieft hat und welche Genugtuung es ihr geben muss, nun ihr bisher bestes Album abzuliefern.

Finalisiert wurden die 11 Songs, bei denen neben Courtney Barnett an der Gitarre als Gäste auch Kurt Vile und The Drones-Gitarrist Dan Luscombe mitwirkten, in Jeff Tweedys berühmten Loft Studio.

Meine Favoriten? Zur Zeit das erdige "Shoegazers", das bereits lobend erwähnte "Strong Woman" und das avantgardistische "Great Australian Bite". ABER, das kann sich bei jeder Rotation des Vinyls ändern, denn alle elf Stücke haben ihren ganz speziellen Charme.

Tracklist:
01 Forgot Myself
02 Analysis Paralysis
03 Regional Echo
04 Sensory Memory
05 Shoegazers
06 Strong Woman
07 Kinda Biblical
08 Great Australian Bite
09 Loose Magic
10 Waiting In The Wings
11 Dark Art

Der Beweis, dass Cloher auch Courtney sicher Einiges beigebracht hat ;-)



Dienstag, 8. August 2017

QUICK & DIRTY: HELLBIRDS / 12 Songs On Film

Published: 21.07.2017
Label: https://hellbirds.bandcamp.com/album/12-songs-on-film-full-length
Genre: AlternativeRock, SurfPop, IndieRock, NeoPsychedelica
Country: Brooklyn NY, USA



Members:
Abdon Valdez, Jasno Swarez, Neko Soto

Im März 2016, als ich zum ersten Mal auf die HELLBIRDS aus Brooklyn aufmerksam wurde habe ich versprochen, dass ich am Ball bleibe und informiere, sobald es Neuigkeiten von der Band gibt. Jetzt ist es so weit! Seit einigen Tagen kann man über die Bandcamp-Page der Hellbirds das erste Album "12 Songs on Film" herunterladen.

Der Titel des Debüts kommt daher, dass die Band zeitgleich mit der Veröffentlichung auf Bandcamp bei YouTube einen Film bereitgestellt hat, der die 12 Stücke in Filmform präsentiert. Schöne Idee!

Das Trio um Jasno Swarez (Vocals, Songwriting, Gitarre), Abdon (Schlagzeug) und Nelko (Vocals, Bass) zeigt auch über die Gesamtlänge eines Albums, dass ordentlich Songwriter- und Performer-Potenzial in ihnen steckt. Was dem Vergnügen etwas Abbruch tut ist, dass die zum Download angebotenen MP3-Files etwas höhenlastig und flachbrüstig aufgenommen bzw. abgemischt sind. Wäre also prima, wenn ein Label sich die Band schnappen, den Diamant schleifen könnte und dann das Album am besten als "12 Songs on Vinyl" heraus brächte - und bitte mit dem gelungen Cover made by Kyle Gabouer.



Neben dem mich noch immer absolut begeisternden Song "Back From Black" empfehlen sich das ungemein groovige "Lou Reed", das sehr elegant eingebettet einen Sam Cooke-Song rezitiert, außerdem das an den Neo-Psychedelic von den Temples erinnernde "Hung Lovers", das in den frühen Kinks-Gefilden wildernde "Bastard's Brew" und das höchst melodiöse "Can't Stop the Waves".

Bin mir ziemlich sicher, dass wenn die Jungs am Ball bleiben wir noch einiges von den Hellbirds hören werden!

Tracklist:
01 Catch a Grave
02 Lou Reed
03 Take Me Out
04 Back From Black
05 Big Hits
06 Silence of the Glams
07 Hung Lovers
08 Touch Me Like You Love Me
09 Bastard's Brew
10 A Day Spent At Sea
11 Can't Stop the Waves
12 Sorry Mom & Dad

Sonntag, 6. August 2017

ALEX CAMERON feat. ANGEL OLSEN Made My Day! Stranger's Kiss!


 

ALEX CAMERON
Homepage: https://alkcm.bandcamp.com/
From: Sydney, Australia


Herr Cameron aus Australien und Frau Olsen aus den United Staates machen gemeinsam Sache bei einer Nummer namens "Stranger's Kiss" die man auf dem am 8. September erscheinenden zweiten Album "Forced Witness" von Herrn Cameron finden wird. Ein hymnisches Duett, das an Bruce Springsteen, aber irgendwie auch an *hüstel* Bryan Adams und Meat Loaf erinnert und trotzdem funktioniert. MADE MY DAY!

Freitag, 4. August 2017

QUICK & DIRTY: JANE WEAVER / Modern Kosmology

Published: 18.05.2017
Label: Fire Records (Cargo Records)
Genre:
Psychedelic DreamPop, Krautrock, Electronica, Shoegaze
Country: Liverpool / Manchester, Great Britain



Members:
Jane Weaver

Es gibt Hoffnung für alle, die sich schon lange nicht mehr aus der Jungbrunnenquelle speisen! Die Britin JANE WEAVER ist Baujahr 1972 und scheint mit ihrem achten Solo-Album auf dem Zenit ihres Schaffens. Zwar kenne ich ihre vorherigen sieben Alben nicht, aber das Rauschen im Musikpressewald, welches "Modern Kosmology" hervorruft, gab es bei den anderen Werken nicht, sonst wäre ich sicher schon vorher auf die Dame aus Liverpool aufmerksam geworden.

Beim ersten Hören des Albums sollte man vorsichtig sein, sich zu vorschnell ein Urteil zu bilden, denn in eine einzige Schublade lässt sich Jane Weaver nicht stecken. Weavers Musik ist kein Mikrokosmos, sondern ein Ausflug in das unendliche Universum des Pop.

Der erste Song, "H>A>K", beginnt mit einem bedrohlichen elektronischen Blubbern, dann erklingt Weavers glasklare Stimme, verhackt sich und ein Krautrockmonster türmt sich von Sekunde zu Sekunde mehr auf.

Beim zweiten Stück "Did You See Butterflies?" zwitschern Vögel, das Keyboard flirrt im Space, dazu gesellt sich ein treibender Rhythmus und eine schrammelige Gitarre. Nun klingt die Stimme wie aus der Ferne  - irgendwie geisterhaft - und wieder schichtet sich der Sound, aber dieses Mal nicht monströs, sondern filigran wie der Kokon eines Schmetterlings




"Modern Kosmology", der Titelsong des Albums wird dank des Schlagzeugs von einem Jazz-Flair ummantelt, ist aber eigentlich eine psychedelische Orgel-Nummer, die man sich mit etwas mehr Drive gespielt, durchaus auch im Programm von Tame Impala vorstellen kann.

Die Orgel ist auch bei "Slow Motion" das federführende Instrument, aber dieser Song setzt weniger auf atmosphärische Klänge als auf eine schlichte, aber schöne Popmelodie. Manche mögen es wohl DreamPop nennen.



Danach wird es bei "Loops In The Secret Society" aber wieder psychedelisch, allerdings ganz klar orientiert an dem Sound, der in den sechziger Jahren die Größen dieses Genres hervorbrachte. Die vielfältigen Wechsel innerhalb der Nummer zeigen eindrucksvoll, welches feines Singwriter-Händchen Jane Weaver führt.

Wie ein Klassiker aus den frühen Jahren der elektronischen Musik klingt das wuchtige "The Architect". Ganz besonders die frühen Werke der amerikanischen Performance-Künstlerin Laurie Anderson kommen mir ins Gedächtnis.

Bei "The Lightning Back" lässt Jane ihren Synthesizer wie in den 80ern pumpen - klingt nach Retro, ist aber trotzdem modern. Nennt man das dann Retrofuturismus?

Das nächste Highlight ist die gefühlvolle, PsychedelicFolk-Ballade "Valley". Streicher gebettet in einen sanften trägen Schlagzeugbeat und Weavers Stimmer einmal mehr nicht greifbar im Klangraum schwebend.

Beim Song "Ravenspoint" werden sich Zuhörer, die schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, unweigerlich an die drogenverhangenen jamartigen Songgebilde von Amon Düül erinnert fühlen, während die Schlussnummer "" eher nach NEU! klingt, über die ein Stück von Kate Bush gemixt wurde.



Ein verträumtes und verspieltes, aber kraftvolles Album, das von seiner ätherischen Athmosphäre, der treibenden Rhythmik und den intelligenten Melodien hinaus ins Universum auf einen anderen Planeten getragen wird. Space is the place!

Tracklist:
01 H>A>K
02 Did You See Butterflies?
03 Modern Kosmology
04 Slow Motion
05 Loops In The Secret Society
06 The Architect
07 The Lightning Back
08 Valley
09 Ravenspoint
10 I Wish

Dienstag, 1. August 2017

WOLF ALICE Made My Day! Yuk Foo!


 

WOLF ALICE
Homepage: http://wolfalice.co.uk/
From: London, Great Britain


Schluss mit gut gestylter Topmodelfrisur! Wolf Alice Sängerin Ellie Rowsell hat die Haare neu! Der neue Rotten-Look passt ziemlich gut zu ersten Single "Yuk Foo!" bei der die noch junge Band in die richtige Richtung marschiert: lauter, härter und schmutziger! Das neue Album "Visions Of A Life" erscheint am 29.07.2017. MADE MY DAY!