Labels

Freitag, 6. Dezember 2013

NEW SONGS Vol. 31: THE POLYPHONIC SPREE ... THE CALLAS ... REIGNWOLF ... GLEN HANSARD









THE POLYPHONIC SPREE / You Don't Know Me ... THE CALLAS / Disaster + East Beat ... REIGNWOLF / In the Dark ... GLEN HANSARD / Drive all Night (EP)


---------------------------------
THE POLYPHONIC SPREE / You Don't Know Me

Ein ganzes Jahr ist das exzellente und sehr abwechslungsreiche Album "Yes, it's true" des 24-köpfigen Musikerkollektivs aus Dallas schon auf dem amerikanischen Markt, dann erscheint das Album im August bei uns, und ich verpenne es :-(.

Also nicht mehr ganz so "new", aber auf jeden Fall empfehlenswert, weil wer auf abgedrehte Sounds, schräge Chöre, gekonnte Dramaturgie (à la Ramona Falls) und die frühen David Bowie-Alben steht, der sollte mit The Polyphonic Spree seine wahre Freude haben. Schönster Song des Albums, neben "You're Golden", ist die Space-Bläser-Ballade "Bullseye".






---------------------------------
THE CALLAS / Disaster + East Beat

Musik, die sich mit dem Namen "ArtRock" oder dem Etikett "Experimental" schmückt, ist meist sehr schwer verdaulich und manchmal sogar ungenießbar. Aber es gibt immer wieder großartige Ausnahmen, die es lohnenswert machen, sich mit diesem Genre zu beschäftigen. Die nachfolgend vorgestellte NoisePop-Band ist definitiv ein solcher Fall:

THE CALLAS, eine Band aus Griechenland um die Brüder Lakis & Aris Ionas, veröffentlichte vor zwei Jahren das Album "Objekt" und legt nun, mit dem von Jim Sclavunos (Schlagzeuger bei Grinderman)  produzierten Werk  "I am Vertikal" nach - wem der Titel bekannt vorkommt, er ist inspiriert vom gleichnamigen Gedicht der amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath.

Bei The Callas trifft roher GarageRock auf Pop-Melodien, die sich gerne auch mal hinter psychedelischen Krautrockstrukturen verstecken. Oft dominiert ein druckvoller Bass, wie man es von den Pixies kennt und liebt. Die beiden mit sehr sehenswerten Clips veröffentlichten Songs "Disaster" und "East Beat" lassen sich wunderbar in eine Playlist integrieren, in der sich bereits solche Heroen wie Sonic Youth, The Velvet Underground oder Nick Cave befinden.








---------------------------------
REIGNWOLF / In the Dark

Okay, mit dem Debüt-Album 2013 ist es nichts geworden, aber der gerade veröffentlichte Song "In the Dark" (klar, für das Wolfsrudel keine Neuigkeit) und die Ankündigung, dass REIGNWOLF mit Black Sabbath auf Kanada-Tour geht, nährt die vage Hoffnung, dass es 2014 klappen könnte. Aber vielleicht liebt Jordan Cook ala Reignwolf es auch einfach zu sehr, live zu spielen ;-)

Falls es auch 2014 kein Album gibt, erinnert mich das immer mehr an Billy Idol, der nach seinem Hit-Album "Whiplash Smile" (1986) vier Jahre benötigte, um einen Nachfolger zu veröffentlichen. Das Plattenlabel hatte damals in schierer Verzweiflung T-Shirts an die Mitarbeiter verteilt, auf denen man explizit darum bat, nicht nach dem neuen Album des Herrn Idol gefragt zu werden.

Aber ihr wisst ja, die Hoffnung ...




---------------------------------
GLEN HANSARD / I Drive all Night

Den Bruce Springsteen Song "I Drive all Night", den GLEN HANSARD bereits live einige Male gespielt hat, gibt es nun in epischer Länge (8.37 Minuten) mit drei weiteren unveröffentlichten Songs auf der EP "Drive all Night" käuflich zu erwerben. Bei den Gesangsharmonien wird Glen unterstützt von  Eddie Vedder (Pearl Jam) und Jake Clemons (Neffe des E Street Band-Saxophonist Clarence Clemons).

Leider besitzen die Songs (besonders das ziemlich belanglose "Renata") nicht die große emotionale Wucht und Tiefe, wie man sie von Hensard auf seinen Alben gewohnt ist. Aber der Coversong mit Eddie und "Pennies in the Fountain" dürfen trotzdem nicht in der Sammlung eines Fans fehlen und außerdem geht der gesamt Erlös der digitalen Veröffentlichung an eine gemeinnützige Stiftung für Kinder ("Little Kids Rock") - also eine perfekte Publikation für das Weihnachtsgeschäft.

Mit dem Cover ist aber was daneben gegangen oder warum erinnert mich es an "The Walking Dead"?









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen