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Donnerstag, 30. Mai 2013

NEW SONGS / NEUE LIEDER Vol. 9: FRANKIE & THE HEARTSTRINGS ... LAURA MARLING ... FUTUREBIRDS ... MOUNT KIMBIE

FRANKIE & THE HEARTSTRINGS ... LAURA MARLING ... FIREBIRDS ... MOUNT KIMBIE
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FRANKIE & THE HEARTSTRINGS / Nothing our way

Wie nahezu perfekte Popmusik klingt, haben Frankie & the Heartstrings 2011 mit ihrem exzellenten Album "Hunger" bewiesen. Wir wissen (noch) nicht, ob die neue Platte "The Days run away" (erscheint am 31.5) ähnlich voller schwelgerischer Melodien ist, aber die erste Singleauskopplung kann sich auf jeden Fall hören lassen, kommt aber an die Hits vom Debüt wie "Fragile" oder "Ungrateful" ohrenscheinlich nicht ganz heran.



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LAURA MARLING / Once I was an Eagle

Beim nächsten Update der Playlist BIRDSONGS ist Laura Marling selbstverständlich mit dieser akustischen und herzergreifenden Ballade dabei .

Wer mit dem Namen noch nicht viel anfangen kann, dem sei verraten, dass Laura Marling vor ihrer Solokarriere Mitglied der Folkrock-Band Noah and the Whale war und für Klatschblattfreunde sei erwähnt, dass sie bis 2010 mit Marcus Mumford, dem Sänger von Mumford & Sons, liiert war.



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FUTUREBIRDS / Virginia Slims

Die  sechsköpfige Indie-Rock Band Futurebirds aus Athens, Georgia mit deutlichen Einflüßen vom Americana und Country spielt auf ihrem aktuellen Album "Baba Yaga" harmonische Songs mit warmen Sounds und jeder Menge Slide-Guitar. Nicht aufregend, aber schön - wie beispielsweise "Virginia Slims":



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MOUNT KIMBIE / Made to Stray

Der Song ist nicht mehr ganz so frisch, aber weil das neue Album "Cold Spring Fault Less Youth" der Dubstepper aus London bei mir erst sehr spät gezündet hat, muss ich mich jetzt um Wiedergutmachung bemühen und wenigstens noch mal diesen Monstersong - den man NIEMALS leise hören darf - dem geneigten Hörer empfehlen.


Mount Kimbie - Made To Stray (taken from new album 'Cold Spring Fault Less Youth') from Warp Records on Vimeo.


Dienstag, 28. Mai 2013

NEW SONGS / NEUE LIEDER Vol. 8: PRIMAL SCREAM ... PORTUGAL.THE MAN ... VANESSA PARADIS ... SCOTT MATTHEW

PRIMAL SCREAM ... PORTUGAL.THE MAN ... VANESSA PARADIS ... SCOTT MATTHEW
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PRIMAL SCREAM - River of Pain

Das neue Album "More Light" der Manchester-Rave-Legende Primal Scream kann sich wirklich hören lassen. Erstmals seit dem Meisterwerk "Screamadelica" aus dem Jahre '91 raven die Mannen um Bobby Gillespie wie anno dazumal. Dabei wird zwar so manches aus der damaligen Zeit recycelt, aber wie der Song "River of Pain" beweist, auch Neues gewagt. Oder kann sich jemand an einen Primal Scream-Song erinnern, der so orchestral mutiert wie dieser nebelverhangene Song.



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PORTUGAL. THE MAN - Atomic & Evil Friends

Zweiter Vorbote aus dem am 31. Mai erscheinende Album "Evil Friends" von Portugal. The Man. Bin sehr gespannt, ob Produzent Danger Mouse, der immer schön verschrobenen Band nicht zu sehr in die Parade fährt. Die zweite Single-Auskopplung lässt mich in dieser Hinsicht etwas ängslich werden.



Der erste Vorbote aber ist und bleibt großartig:


Portugal.The Man - Evil Friends [Official Music Video] from Portugal The Man on Vimeo.

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VANESSA PARADIS - Love Song

The sexiest Zahnlücke alive macht es beim "Love Song" ziemlich funky! Und auch im fortgeschrittenen Alter bleibt Frau Paradis im dazugehörigen Video ein Hingucker. Wer Chansons mag, wie sie die Ex-Grande-Dame Carla Bruni zu Beginn ihrer Karriere machte, und von ihren letzten Alben enttäuscht war, der darf es jetzt gerne mal mit Vanessas Album "Love Songs" probieren. Für alle Angsthasen: Kleinmädchenmusik ala "Joe le taxi" macht die Französin seit Jahrzehnten nicht mehr. Und als Leckerbissen gibt es eine hervorragende Coverversion von besagtem Top Ten-Hit aus dem Jahre 1987.


Vanessa Paradis -- Love Song - MyVideo



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SCOTT MATTHEW / To Love Somebody

Der immer traurig klingende, aber sich auf Konzerten als stets gutgelaunt und charmant präsentierende Scott Matthew wagt sich doch tatsächlich an einen alten Bee Gees Song. Wer ihn wie ich live auf seiner Cover-Tour sehen durfte, wo er hautnah auf seine unnachahmliche Art und Weise seine Lieblingslieder coverte (das Album "Unlearned" mit eben diesen Coverversionen erscheint am 28. Juni), weiß allerdings, dass ganz egal aus welchem Genre er sich bekanntes Liedgut pickt, immer etwas ganz Eigenes und - ich komme nicht umhin das Wort zu benutzen - Zärtliches entsteht.


Scott Matthew - To Love Somebody on MUZU.TV.

Sonntag, 26. Mai 2013

THE CHILD OF LOV / The Child of Lov

Ende der Sechziger Jahre entwickelte sich aus Soul, Rhythm & Blues sowie Jazz der Funk. Der Begriff geht auf afroamerikanischen Slang der 1950er Jahre zurück, als man etwas "Schmutziges", "Erdiges" oder auch "Erregendes" als "funky" bezeichnete.

Im Laufe seiner musikalischen Entwicklung kokettierte der kleine Bastard mit Disco, HipHop und House. Es entstanden weitere Bastarde wie der legendäre P-Funk um Georg Clinton, Bootsy Collins und Funkadelic oder der kurzlebige G-Funk - man erinnert sich bestimmt noch an das missratene "Regulate" von Warren G.

Auch mit elektronischen Klängen experimentierte der Funk. Als Pioneer gilt Africa Bambaataa, der 1998 das Album "Future Funk Vol. 1" veröffentlichte. Aber dann wurde es sehr still um den Funk, der mittlerweile im eigenen Kosmos agierende Prince konnte ihn stellenweise in den 90ern noch mit Achtungserfolgen repräsentieren, aber mit der Jahrhundertwende schien der Funk, außer in einer kurzen Renaissance durch Outkast, zu einer aussterbenden Musikgattung zu werden. Bis nun nach dristen Jahren fast aus dem Nichts oder besser aus dem Netz die Rückkehr des schmutzigen Bastards auf die große Bühne möglich scheint.

Zuständig für die Reanimation des Funks ist ein mysteriöser Herr namens Cole Williams, der sich Child of Lov nennt, in Amsterdam resitiert und mit seinem gleichnamigen Debüt-Album da anküpft, wo der Funk den Faden verloren hat.

"Call Me Up" schleppt sich wie ein angeschossener Hund durch den P-Funk. Der Beat ist satt, tief und es riecht nach einer Dope-Höhle und in mantraähnlicher Schleife fleht Cole darum, angerufen zu werden.

"Heal" erhöht das Tempo, es flirrt gefährlich, die Stimme ist wacher und schneidet durch den Beat - ein grandioser Track, den ich ja bereits in der Rubrik "Neue Lieder" im März vorgestellt hatte.


The Child Of Lov - Heal von domino

Kein Geringerer als der BritPop-König Damon Albarn (Blur, Gorillaz ,e tc.) unterstützt das Kind der Liebe beim analog kinsternden "One Day". Feines Ding! Und diese schwebenden Keys! Erinnert in seiner verschleppten Art etwas an Gonjasufi, der sich mit seinem 2012er Werk "Mu.Zz.le" im Gegensatz zum hervorragenden "A Sufi & a Killer" von 2010  leider etwas verzettelte.

Noch etwas elektronischer wird es beim nachfolgenden "Living The Circle". Der Bass blubbert im Rausch der Tiefe und die Beats knallen wie Schüsse - kein Song für Smartphone-Musikhörer. Oder doch, da würde sich das Lautsprecherlein wahrscheinlich verabschieden und in der Bahn würde Stille herrschen ;-).

"Give Me" geisterte auch bereits im März durch das Netz und sorgte verständlicherweise für Aufregung. Der Song zerrt an den Nerven, geifert und beißt sich als Loop bösartig in den Gehirnzellen fest. Die ins alptraumhafte übersteigerte musikalische Inszenierung von "Und täglich grüßt das Murmeltier".


Child of Lov - Give Me from Gladys Bernadac on Vimeo.

Leichter verdaulich ist "Go With The Wind", wo man erstmal so etwas wie Refrain-Strophe-Refrain ohne Schwierigkeiten ausmachen kann und ab Minute 3 sogar mit Gitarrenklängen beschenkt wird. Wie macht Herr Williams das eigentlich mit der Stimme? Gibt es so etwas wie einen Nasal-Effekt-Voice-Filter?

Und jetzt anschnallen! "Owl" featuring MF DOOM ist ein Trip durch den verschleierten Orient. Ein Geräuschkosmos mit Rap-Lyrics, Fado- und Flamenco-Anleihen und Hand-Claps - ein seltsames Stück, mehr Track als Song und definitiv höchst hörenswert.

"Fly" übertreibt es etwas mit den Chorus-Passagen, ruft aber durch die Bläsersätze über den dumpfen Orient-Disco-Beat wieder den "Was ist das?-Effekt" in mir hervor. Bei "Warrior" wird am deutlichsten, weswegen The Child of Lov auch immer gerne mit Prince verglichen wird: Stichwort Falsettgesang.

Der letzte Songs des Albums, "Give It To The People", ist ein weiteres Highlight. Der poppige gutgelaunte Song mit dem seltsamen Pfeifen hat eine echte Hookline und klar erkennbare Songstrukturen, und ist doch alles andere als normale Kost - wie das gesamte Album.

Fazit: Wer gerne in neue schräge Hörwelten vorstößt, der wird eine Menge Spass mit diesem nicht leicht verdaulichen Album bekommen. Wer Funkadelic & Co im Plattenschrank hat, ebenso. The Child of Lov ist wahrscheinlich nicht die Zukunft des Funk, aber eine feine zeitgenössische schmutzige, erregende und gelungene Wiederbelebung des Genres.

Sonntag, 19. Mai 2013

BIRDSONGS / VÖGELLIEDER

BIRDSONGS / VÖGELLIEDER
355
Songs, Total run time: 00:23:54:19 [d/h/min/sec]
Current state
: May 2017



Ich vertrete gerne die These, dass jede gute Band mindestens einen Song im Programm hat, in dem es um Vögel geht. Der Meister des Vogelliedgutes dürfte dabei zweifelsohne Mark Oliver Everett von den Eels sein. Schon auf seinem allerersten Album, noch unter dem Namen E!E, gibt es einen Song namens "Mockingbird Franklin" und die gefiederten Freunde haben ihn seitdem wohl nie losgelassen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Herr Everett auf meiner Playlist Birdsongs gleich desöfteren auftaucht.

Aber es befinden sich viele weitere herausragende Künstler, wie z. B. The Cure, Roxy Music, Prefab Sprout, Tom Waits, Scott Matthew, Neil Young, Bonnie "Prince" Billy, The Beatles, Stornoway und und und auf der Playlist, die meine These untermauern. Es gibt natürlich noch viel mehr Lieder über Vögel, aber ich habe einfach meinen Geschmack walten lassen und nur die für mich besten in die Liste aufgenommen - wahrscheinlich habe ich aber auch welche vergessen und ganz sicher kommen im Laufe der Zeit noch einige hinzu.

Ob es die Sehnsucht nach dem Fliegen und der damit verbundenen Freiheit ist, dass sehr viele dieser Lieder sehr melancholisch sind? Eine absolute Ausnahme ist "Do the funky Chicken" von Rufus Thomas :-)

I am convinced that every good band has at least one song in its program in which it comes to birds. The master of good bird songs is without any doubt Mark Oliver Everett of the Eels. Even on his very first album, under the name of E! E, there is a song called "Mockingbird Franklin" and the feathered friends have since then never let him go. So it is not surprising that Mr. Everett's bird songs are on my playlist several times.

But there are many other great musicians such as The Cure, Roxy Music, Prefab Sprout, Tom Waits, Scott Matthew, Neil Young, Bonnie "Prince" Billy, The Beatles, and Stornoway who are on my playlist and support my thesis. There are of course many more songs about birds, but I just dicided to add only the best to my list - probably I have forgotten one but certainly over the time I will add a few more.

Maybe it's the longing for flying and the feeling of freedom that many of these songs are very melancholic? An absolute exception is "Do the Funky Chicken" by Rufus Thomas :-)

TRACKLIST:

Seagulls / PJ Harvey
I Like Birds / Eels

How Many Birds / Bee Gees
Birdmad Girl / The Cure
Flight Of The Finch / Dan Sartain

Birds / Emiliana Torrini
The Birds They Circle / Karen Elson
Like an Eagle / Mighty Oaks
Lament I, Bird's Lament / Moondog

I'm Like A Bird (Acoustic) / Nelly Furtado
Nightingale / Norah Jones
Birds in your Garden / Pulp
King Of Birds / R.E.M.
Two Birds / Regina Spektor

Bird / The Rodeo
Little Sparrow / Audra Mae
Nightingale / Roxy Music
Little Bird / Scott Matthew
Quiet Bird / Silent Poets
Blood Red Bird  / Smog
More Yellow Birds / Sparklehorse
Rainbirds / Tom Waits
Bird Song / The Underwolves
Little Bird / The White Stripes

Bird Of Winter Prey / William Fitzsimmons
Mexican Blackbird / ZZ Top
Mother Goose / Jethro Tull
Chickens / Junip
Brother Sparrow / Agnes Obel
Albatross / Wild Beasts
Desert Raven / Jonathan Wilson

Ballad Of The Golden Bird / The Magic Castles
Bird On The Buffalo / Angus Stone
Birds / Neil Young
Mocking Bird / Ghost Trains
Pigeons In The Attic Room / Everything But The Girl
Birds of a Feather / May Jailer
Baby Bird / Babybird

Birds of Paradise / Chromatics
The Snow Goose / Richard Thompson
Pigeon Song / Alela Diane
Hummingbird / Aqualung
And Your Bird Can Sing / The Beatles
Birds / Ben Folds Five
Birds and Ships / Billy Bragg & Wilco
Bird Child / Bonnie "Prince" Billy & Mariee Sioux
Baby Carni Bird / Camille
Birds Of A Feather / The Civil Wars
Up with the Birds / Coldplay
Falling Dove / Crowded House
Mockingbird Franklin / E!E (Eels)
Little Bird / Eels

Blue Canary / Vincent Fiorino
The Birds / Elbow
Cicadas And Gulls / Feist
Bird of Sorrow / Glen Hansard
White Dove / John Vanderslice
Of Moons, Birds & Monsters / MGMT
Birds'd Crash / Roky Erickson with Okkervil River
Canary Bird / Idiot Wind
Wake Up, Little Sparrow / Lizz Wright
Blue Bird / The Rapture
Watching Birds / Stornoway
Bird Song / The Men
Blackbird / Dido
All The Garden Birds / Palma Violets
My Little Yellow Bird / Dawn McCarthy & Bonnie 'Prince' Billy
Three Little Birds / Bob Marley & The Wailers
Gold Canary / Cloud Control
Little Wren / The Colour

The Bird and the Worm / The Used
Finch On Saturday / Horse Feathers
Canary Canary  / Jane Birkin
Key Sparrow / Peaking Lights
Canary In A Coalmine / Police
The Wren in the Furze / The Chieftains
Bird Dream Of The Olympus Mons / Pixies
Bird Of Paradise / Snowy White
Magpie / Patrick Wolf

Pretty Flamingo / Manfred Mann
Kingfisher / Joanna Newsom
Parakeet / R.E.M.
Kingfisher / Bert Jansch
The Magpie / Donovan
Jackdaw / Audience
Morning Mr Magpie / Radiohead
Jackdaw / David Gray
Kingfisher Call Me / Ruby Suns
Nightingales / Prefab Sprout
Spare-Ohs / Andrew Bird

Forget The Swan / Dinosaur Jr
Where Eagles have been / Wolfmother
Hummingbird / Imaginary Cities
Pelican / The Maccabees
Stormbird / Belleruche
Fly Low Carrion Crow / Two Gallants
The Moon Asked The Crow / Cocorosie

Crow Jane / Nick Cave & The Bad Seeds
The Falcons / Patrick Wolf
Like Cockatoos / The Cure
The Gold Finch and the Red Oak Tree / Ted Leo And The Pharmacists
Stork & Owl / TV On The Radio
Macaw / Get People
Dawn of the Golden Oriole / Bearsuit
Blackbird / The Beatles
Woven Birds / Calexico
3 Birds / The Dead Weather
Birds Flew Backwards / Doves
Plastic Bird / Galaxie 500
Paper Birds / The Great Park

The great speckled Bird / Johnny Cash
The Funny Bird / Mercury Rev
Bluebird / One Self
Black Bird / Scott Matthew
Seagull / Shout Out Louds
Electric Bird / Sia
Painted Bird / Siouxie and the Banshees
Window bird / Stars

Fly like an Eagle / Steve Miller Band
The Great Speckled Bird / Wanda Jackson
Slow Bird / Zappa Frank
Barnacle Goose / Born Ruffians
Do the funky Chicken / Rufus Thomas
The Hawks / Shuggie Otis
House Sparrow / Xiu Xiu
Birds / Anouk

Black Swan / Andrew Stockdale
Blackbird / Fat Freddy's Drop
Blackbid / Linda Draper
Small Trees and huge Birds / Tonia Reeh
Midnight Owl / The Moondoggies
Ravens and Wolves / Tired Pony
Wren / Paper Beat Scissors

Chicken Farm / Blåmann
Chicken Dippers / Palma Violets
City Swan / Neko Case
Magpie to the Morning / Neko Case
Penguins / Babyshambles
Cuckoo 1440 / Babyshambles
I'm a Cuckoo / Belle and Sebastian
Language of Birds / Sting
Little Sparrow / Charity Children
Too many Birds / Bill Callahan
Sparrow / Mazzy Star
Unsichtbarer Vogel / Olli Schulz
Bird in an Aeroplane / Oh Land
Pink Flamingos / Blåmann
White Bird / It's a Beautiful Day
Fragile Bird / City and Colour
Highway Birds / Phoebe Killdeer and the Short Straws
Jailbird / Primal Scream

The Bird and the Beats / Booka Shade
Bird Zone / Circus Devils
The Crow / Christian Kjellvander
A Feather's not a Bird / Rosanne Cash
Earlybird / The Eagles
Bird Song / Grateful Dead
Sparrow / Simon & Garfunkel
The Sparrow / Mastodon
Pretty  Bird / Jenny Lewis
His Eye is on the Sparrow / Tanya Blount & Lauryn Hill
China Bird / Patti Smith

Sparrow Falls / Wovenhand
The Sparrow and the Medicine / The Tallest Man on Earth
Three Little Birds / Bob Marley
Crow sit on a blood tree tired / Graham Coxon
Black Crow / Angus & Julia Stone
May the Bird of Paradise fly up your Nose / Little Jimmy Dickens
Fly little Bird / Paul Weller
Magpie Heart / She makes War

Sunday Owls / Fenster
Secondary Swan / Quilt
We've seen Birds / Smokie Fairies
Blackhawk / Emmylou Harris
Birds don't sing / TV Girl

Bird has Flown / Deep Purple
Birds / The Meters
Birdfeeder / Big Awesome
Baby Bird / Whores
Doves / Owls by Nature
Flying like a Bird / Inspiral Carpets
Pretty Bird / Halo, Masta Killa and Talib Kweli
Bluebird of Happiness / Mojave 3

Bye-Bye little Bird / Frazier Chorus
Doves / Future Islands
Healing of the lunatic Owl / Brainchild
Kingfisher / Phox
Ducks Fly Together / The Smith Street Band
Crows / Bishop Allen
Songbird / Crash Test Dummies
Songbird / Oasis
Seagull / Ride

Everybird / The Boo Radleys
Wren / Her Name is Calla
Little Bird / Ed Sheeran
Bird Song / Florence & the Machine
Free As A Bird / The Beatles
Flightless Bird, American Mouth / Iron and Wine

Bird / The Knife
Chicken / The Cramps
My Canary has circles under his Eyes / Captain Matchbox Whoopee Band
Blue Canary / The Peanuts
Since my Canary died / Brothers Four
White Canary / Trike
Red Canary / Vince Fiorino Trio
The Queen's Canary / Mighty Sparrow

My Canary Is Yellow / The Chesterfield Kings
Joey the Canary / The Legendary Pink Dots
Hymns Of The Canary / Civil War Rust
Canary Wharf / The Wave Pictures

Canary / The Yellow Monkey
Canary / The Luyas
My Fat Budgie / David Peel & The Apple Band
Canary Bay / Indochine
Birds Ballon / Lady Lamb the Beekeeper
Bird Dance Beat/ The Trashmen

Bird Diddley Beat/ The Trashmen
Mockingbird / Carly Simon
Magpie / The Unthanks
Words like Birds / Carnival Youth
The Kingfisher / The Phantom Band
Sparrows will sing / Marianne Faithfull
Mockingbird / Motorpsycho
White Doves /Kyla La Grange
Hummingbird / Wilco
Birds Carried Your Song Through the Night / Just Another Snake Cult
Birds Head South / Bad Ideas
Hummingbird / Jenn Grant
Phoenix / Marketa Irglova
The Leading Bird / Marketa Irglova
Blind Owl And Buckwheats (Enigma Three) /  John Zorn
Where No Eagles Fly / Julian Casablancas + The Voidz
Bird Swarm / Belgrade
Two Lovebirds / Crushed Out

High Flyin' Bird / Jefferson Airplane
Birds In Flight / Matthewdavid
A golden pheasant on a black ground / The Caretaker
Blackbird Chain / Beck
Nightingale / Hospitality
Bird Of Paradise / Charlie Parker
Birds want to have cats / Electronicats

Swansong: Twilight of the Red/Rat / Hallelujah Ding Dong Happy Happy
El Colibri / Susana & Luis
Black Swan / Sunset Rubdown
Swan Lee (Silas Lang) / Syd Barret
Duck, Hush And Be Still / Veto
Black Swan /Thom Yorke

As The Crow Flies / Sundowner
Meadowlarks / Fleet Foxes
Swans / Esben And The Witch
Magic Birds / Frank Popp
Please Forgive Me (Song Of The Crow) / William Fitzsimmons
Royal Swan / Fucked Up
One Dove / Antony & the Johnsons
Bird Gurhl / Antony & the Johnsons
Swanlights / Antony & the Johnsons

Haus Voller Lerchen / Kid Kopphausen
Magpie / Beth Orton
Black Swan / Tori Amos
Dead Birds sind / Babybird
Dead Duck / Emiliana Torrini
Shoot The Ducks To Win / Stealing Sheep
Stool Pigeon / Vic Godard & Subway Sect
Bones of Birds / Soundgarden
Sing Swan Song / Can

Bye Bye Bird / Kill It Kid
Bluebird Wine / Emmylou Harris & Rodney Crowell
Free Bird / Lynyrd Skynyrd
Birdhouse in your Soul / They Might Be Giants
Falcon Eyed / Cate Le Bon
Bird Of Prey / Editors
Magpie / Blur
Swan Dive / Waxahatchee

Eagle / Abba
Killer Crane / TV On The Radio
Where Do The Ducks Go At Winter? / The Retrospective Soundtrack Players
Seagull / Bill Callahan
Bluebirds over the Mountain / The Beach Boys
Trapped Bird / Er France
Birds of Films / Sun Kil Moon
V's of Birds / Dwight Yoakam
The Old Crow / Rose Windows
Bird / La Corneille
Seven Swans / Sufjan Stevens

Bird / Dead Can Dance
Excellent Bird / Laurie Anderson
Scare Crow / Ministry
Crow / Gatherers
Albatross / Foals
Birds / Kopecky Family Band
Birdsong the Color of Pyramids / Kopecky
Where the Nightingale Sings / Gang of Four
Birds Fly (Whisper To A Scream) / The Icicle Works
The Queen Of Swans / Mercury Rev
Cockatoo / Noonday Underground
Blue Birds Fly / Laura Carbone
Swan Song / Lana Del Rey
Owl / She Keeps Bees

Raven / She Keeps Bees
Firebirds! / Clutch
Birdie Hop / Syd Barret
Goose Eggs / Joanna Newsom
Birds of the Meadow / Josh Ritter
14 Crows / Elephant
Birds Say / Darlingside
Come See The Duck / Deerhoof
Dark Bird Is Home / The Tallest Man On Earth

Bird / Coldplay
The Owl … / KEN Mode
Magpie / The Unthanks
Seabirds / Bill Ryder-Jones
Two Birds / Rachel Sermanni
Nightingale / The Besnard Lakes
Bird Set Free / Sia
33 Crows / Kula Shaker
Black Swan / The Struts
Eagle / The Cat Empire
Every Songbird Says / Sam Beam and Jesca Hoop

Blue Bird / Manon Meurt
The Black Dove / Emily Jane White
Hours Were The Birds / Adrianne Lenker
Owlhunter / Pariah
Metal Bird / Gold Panda
White Bird / The Coral
Kingfisher / Wolf People
The Bird / Anderson .Paak
Owl / Menace Beach
Killing Two Birds / Kristin Hersh
Bird Song / M.I.A.
Birdsnest / The Wedding Present

All the Birds / Lou Rhodes
Black Crow / Beyond The Wizards Sleeve
Night Owl / Metronomy
Firebird / Why We Run
The Birds of Late December / Luke Temple
La Mer, Birds & Storm / Holy Bouncer
Birdcage / Peter Doherty
For the Birds / Miranda Lambert
Black Crow / Joni Mitchell
A Bird that Whistles / Joni Mitchell
Counting Crows / Fabulous Downey Brothers
Morning Dove / Julie Byrne
Cormorant Bird / Fionn Regan

Birds Eye Point of View / French for Rabbits
Bird / Kelly Lee Owens
Crow / Mount Eerie
Ravens / Mount Eerie
Purple Bird and Other Uninvited Guests / Weinf
Red Birds / Jessica Manning
Little Black Bird / Charming Disaster
Nachteulen / Tim Isfort Orchester
Old Swan / Mark Lanegan


Montag, 13. Mai 2013

DEERHUNTER / Monomania

Eeeendlich. 3 Jahre des Wartens sind vorbei und Deerhunter legen mit "Monomania" ihr fünftes Album vor. Es ist zwar nicht ganz so großartig geworden wie Halcyon Digest von 2010, aber Meisterwerk auf Meisterwerk macht man ja auch sehr selten und wer weiß, vielleicht wächst es ja noch - ich erinnere mich, wie lange es gedauert hat, bis ich mich in Halcyon Digest eingehört hatte.

Laut Pressetexten wurde das neue Werk zu Beginn des Jahres in nächtlichen Sessions in Brooklyn aufgenommen und mit Nicolas Vernhes (Animal Collective, Björk) produziert. Leichte Kost ist es demnach natürlich nicht geworden. Die Sounds sind roh, ungeschliffen und grenzen manchmal für ungeübte Ohren wahrscheinlich sogar an Kakophonie ("Leather Jacket II"). Radioairplay vor nächtlicher Stunde wird die Band aus Atlanta wohl hierzulande auch kaum erhalten. Aber trotzdem dürfte "Monomania" zugänglicher sein als der Vorgänger, da die Band es eher auf konventionelle Weise krachen lässt und dadurch die Melodien deutlicher zu Tage treten.

Den Albumtitel "Monomania" kann man als Programm werten. Der Begriff stammt aus einer psychiatrischen Krankheitslehre des frühen 19. Jahrhunderts und bedeutete so viel wie „Einzelwahn“. In der modernen Psychatrie findet diese Theorie einer isolierten, „partiellen“ Störung keine Zustimmung mehr, aber partieller Wahnsinn versteckt sich - mal mehr, mal weniger - in jedem einzelnen Song des Albums und legitimiert somit den Albumtitel auf jeden Fall ;-).

Der Opener "Neon Junkyard" ist wohltemperierter Garagenrock. Bandleader Bradford Coxs eindringliche Stimme ist bis kurz vor die Schmerzgrenze verzerrt, im Background knarzt und fiepst es elektronisch. Noch mehr Disharmonien stecken im bereits erwähnten "Leather Jacket II". Es brodelt gewaltig und wer sich nicht festhält, wird hinfortgetragen vom bösen Sturm aus Geräusch, in dem eine schneidende Gitarre der einzige Orientierungspunkt scheint.



Danach wird es deutlich gemächlicher. Bei "The Missing" tritt die sonst unter der Oberfläche lauernde Melodie ganz deutlich zum Vorschein. Die Gitarre muss den Führungspart an Schlagzeug und Keyboard abgeben und leicht psychedelische Fäden schwirren durch die Luft.

"Pensacola" ist schön dreckiger, erdiger Rock inklusive Wolfsgeheule und Country-Blues-Feelin'. Ähnlich gestrickt ist auch "Dream Captain", nur, dass die Stimme von Cox noch hässlicher und beißender klingt und die naive Melodie vor dem Refrain dazu im Gegensatz steht.

Wie der Jam einer zugekifften Bande langhaariger Hippies klingt "Blue Agent" - allerdings erinnert mich der formidable Song stark an frühes Zeug von den Eels, deswegen leichte Abzüge in der B-Note "T.H.M." ist erstaunlich laid-back und sanft - aber man muss ja mal auch Luft holen dürfen.

Dafür groovt es bei "Sleepwalking" um so feiner. Gibt es so etwas wie beschwingten Krautrock, falls ja, verleihe ich diesem Song hiermit dieses Etikett. Bei "Back To The Middle", das ebenfalls sehr beschwingt klingt, ist der hitverdächtige Mitsing-Refrain der Fixpunkt, um den sich die poppige Melodie rankt. Doch was für's Radio vor 22 Uhr.



"Monomania" räumt damit aber direkt wieder. Der Song dehnt und streckt sich unter einem gefährlichem Bass und versinkt mit aller Macht im Noise-Punk-Gewitter.Wahrscheinlich am Ende einer der nächtlichen Sessions, bei der das Album eingespielt wurde, entstand "Nitebike" Dunkelheit. Macht um 4 Uhr morgens mit nicht mehr ganz klarem Kopf sicher Gänsehaut! Den Rausschmeißer auf "Monomania" stellt das melodiöse "Punk (La Vie Antérieure)" dar. Spacige Keys tangentieren erst temporär die Leadgitarre, ehe sie sich ganz über den Song hermachen und nur noch ein akustisches Säuseln zurücklassen.

Deerhunter
machen weiter kompromisslos, was ihnen (bzw. Cox) gefällt. Nebenprojekte (Atlas Sound / Lotus Plaza) haben keinen störenden Einfluss, sondern befruchten die Band sogar noch in ihrer Kreativiät auf der manischen Suche nach "Ungehörtheiten".

Samstag, 11. Mai 2013

MAC DeMARCO und SEAN NICOLAS SAVAGE im King Georg in Köln - Freaky Friday!

Der Begriff "Freaky-Friday" wird ja mittlerweile sehr inflationär benutzt, selbst die unleidlichen After-Work-Events betiteln sich damit, aber der Konzertabend am 10.05.2013 im Kölner Club King Georg umschreibt dieses Live-Ereignis so gut, dass ich nicht umhin komme, diesen Begriff zu benutzen. Let's talk about the Freaks!

Mac deMarco lebt in Montreal (Kanada) und macht Slacker-Rock, der mehr nach Pop als Rock klingt und gerne auch psychedelische Elemente in seine Songs einfließen lässt. 2012 startet er seine Solokarriere, nachdem er vorher als Musiker, Videokünstler und medizinisches Versuchskaninchen sein Geld verdiente. Noch im ersten Jahr veröffentlicht er die EP "Rock and Roll Night Club " und den ersten Longplayer, den er schlicht "2" betitelt.

Als Vorbilder nennt Mac deMarco unter anderem Shuggie Otis und Steely Dan. Letztes ist seiner Musik nicht unbedingt anzuhören, aber Parallelen zum verkannten Genie Shuggie Otis bestehen auf jeden Fall. Beide sind Multi-Instrumentalisten, deMarco spielt Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards, beide sind Singer/Songwriter, die viel Wert auf Groove in ihren Stücken legen und beide brechen (jeder in seiner Zeit) mit den gängigen Hörgewohnheiten.

So viel zum Hauptfreak und nun zum Support-Freak. Auch Sean Nicholas Savage lebt in Montreal, im Gegensatz zum zugezogenen deMarco allerdings schon immer. Sein musikalisches Zuhause hat er beim ortsansässigen Arbutus Records-Label, welches in letzter Zeit speziell mit den Acts Grimes und Blue Hawaii Furore machte.

Um kurz nach Halbneun verirrt sich der Kanadier auf die Bühne. Sean Nicholas trägt wie im Videoclip zu "You changed me" - ein Song, den ich sehr gerne mag - das zu große Sakko, welches in den 80ern sicher modern war. Er wirkt sehr verhuscht und andersartig. An seiner Seite ein Keyboarder, der mit pomadigen langen dunklen Haaren und gutgebräunt ausschaut, wie aus einem italienischem Softporno entsprungen. Das Jeanshemd ist weit geöffnet und eine überdimensionerte Goldkette vervollständigt den obskuren Anblick.

Sehr schnell wird klar, dass er seinen Musikstil stark geändert hat. Klang er 2011 auf seinem Album "Flamingo" noch ganz ähnlich wie Mac DeMarco, so klingt er nun wie ein Schlagerstar auf dem Disco-Trip. In etwas so, als wäre in einem Frankensteinlabor eine Fusion zwischen Engelbert Humperdinck und den Bee Gees geglückt.



Das neue Konzept ist natürlich sehr witzig und ich lache ziemlich viel über seine inbrünstige Darbietung und die Keys, die nach sauerländischem Alleinunterhalter müffeln. Jetzt wird auch klar, warum das neue Werk, was demnächst erscheinen soll, den Titel "Other Life" trägt!

Auf Dauer verpufft allerdings der Effekt etwas und Jean Nicoals gelingt es nicht mehr, das Publikum durch seinen schrägen Auftritt in den Bann zu ziehen. Der Lautstärkepegel steigt so stark, dass er sogar, sichtlich ungehalten, "What are you talking about!" ein paar stetig Quasselnden an den Kopf wirft.

Insgesamt auf jeden Fall ein sehr schräger und amüsanter Auftritt, der mich sehr gespannt macht auf die neue Platte, weil ich mich frage, ob er dort mehr fette Discobeats unterfüttert oder ebenso auf billige Keys setzt. Stimmlich wird das sicher auch besser, denn ohne Studiohilfe zeigte sich die sehr hohe Stimme Savages beim Liveauftritt als limitiert. Die unperfekte Stimme hatte auf "Flamingo" Charme versprüht, passt aber nicht so recht zum Disco-Schlager-Kitsch im neuen Leben des Sean Nicolas Savage.

Während der kurzen Zigarrettenpause im Freien - God damned the 1st may! - höre ich schon die ersten Takte von Mac deMarco und Band. Juhu, endlich wieder Gitarren. Mac ist mit kompletter Band angereist, d. h. auf der winzigen Bühne im King Georg tummeln sich ein Schlagzeuger Mac und ein weiterer Gitarrist sowie ein Bassist. Visuell fällt als erstes auf, dass die Band sich wohl stark dem Nachbarn USA verbunden fühlt. Mac trägt auf seinem Jeanshemd das Sternenbanner, der Bassist eine Mütze mit "Jurassic Park" und der Gitarrist ein T-Shirt mit Michael Air Jordan auf der Brust.

Der Sound ist gut, die Gitarren kommen knackig, nur die Vocals sind viel zu leise, so dass man bei einigen Songs deMarco kaum hört. Der Mann von der Tontechnik scheint aber andere Ohren zu haben, denn er lässt die Gitarren noch mal nach oben pegeln??? Egal, mir ist bei einem Liveauftritt am wichtigsten, dass man merkt, dass die Band Spaß hat und alles gibt. In diesem Punkt erfüllt DeMarco an diesem Abend alle Erwartungen, da spielt es auch keine Rolle, dass deMarcos Stimme live leider etwas zu wenig Volumen hat! Der schlimmste spaßfreiste Auftritt, den ich jemals sehen musste, war übrigens von Here we go Magic beim letztjährigen Rolling Stone Weekender-Festival.



Mac de Marco spielt ein Set aus seinen beiden eingangs erwähnten Platten. Herausragend natürlich das düstere "Rock and Roll Night Club" von der ersten EP und "Annie" und "Ode to Viceroy" vom neuen Album. Sehr schön auch das mich immer zum Mitsingen anregende "Still Togehter" und ein kurzes, nicht ganz ernst gemeintes, Rammstein-Cover, welches der Bassist zusammen mit Mac eindrucksvoll anstimmte ;-)!

Wir sind in 8-mann-starker Besetzung zum Konzert erschienen und ich möchte behaupten, es hat allen gefallen, auch wenn vorher einige doch skeptisch waren, wie dieser freaky Friday verlaufen würde. Die unverwüstliche V. verglich deMarco sogar mit Pete Doherty, was man aus ihrem Munde wohl durchaus als Adelung werten kann.



Um 22 Uhr war dann leider schon Schluss und das ausverkaufte King Georg leerte sich ziemlich zügig. Im Gewusel fanden wir leider nirgends einen Merchandise-Stand, wo doch die Unverwüstliche unbedingt die neue CD von DeMarco kaufen wollte. Aber, das ist das Schöne an so intimen Konzerten, Mac und Band trafen wir später noch beim Jack Daniels schlürfen an der Bar und ohne zu zögern machte sich Mac daran, uns das Ersehnte zu besorgen. Thanks a lot, especially for the dedication with dirty words! Hope we see you soon again !

Freitag, 10. Mai 2013

Immer wieder NEUE LIEDER Vol. 7: JUNIP ... TRICKY ... DEPTFORD GOTH ... PARQUET COURTS ... DEAR READER ... THE VIRGINS ... LITTLE BOOTS ... BEAUTIFUL EULOGY

JUNIP ... TRICKY ... DEPTFORD GOTH ... PARQUET COURTS 
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JUNIP - Line of Fire

Album Nummer zwei der Schweden, die überhaupt nicht schwedisch klingen, eröffnet mit diesem Song den perfekt skandinavischen Schwermut mit amerkanischem Folk vermischt. Bewährt, wie vom ersten Junip-Album, aber trotzdem schön.




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TRICKY - Does it
Am 24. Mai erscheint das neue Tricky Album "False Idols" und es wird sein bestes nach "Maxinquaye" aus dem Jahre 1995! Hypnotisch, bedrohlich und wortgewaltig wie immer.



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DEPTFORD GOTH - Union
Ist der Grundschulaushilfslehrer aus England vielleicht sogar der bessere James Blake? Definitiv braucht sein Debüt-Album "Life after Defo" den Vergleich mit dem Liebling des Feuilleton nicht zu scheuen. James Blake und Justin Vernon haben ja tatsächlich schon zusammengearbeitet, beim Ergebnis blieb aber sehr wenig von Bon Ivor übrig. Deptford Goth klingt da viel mehr nach einer gelungenen Fusion der beiden Künstler!



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PARQUET COURTS - Stoned and Starving

Kratzende Gitarren und ein treibender Bass, dazu eine rauchige Stimme und fertig kann er sein, der Rock, der Schübe freisetzt und Menschen bewegt. Von dieser Güteklasse sind verdammt viele Songs auf "Light up Gold", dem aktuellen Album der New Yorker Krawallisten mit Stil. Mehr unter http://parquetcourts.wordpress.com/



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DEAR READER ... THE VIRGINS ... LITTLE BOOTS ... BEAUTIFUL EULOGY

DEAR READER - Down Under, Mining

Dear Reader ist das Einzelprojekt der Südafrikanerin Cherilyn MacNeil. Was als Band begann, trägt die ausgezeichnete Vocalistin nun ganz alleine, aber das merkt man dem neuen Album "Rivonia" leider auch etwas an. War ich anfangs ziemlich begeistert, so musste ich doch feststellen, dass sich bei mir sehr schnell ein Abnutzungseffekt eingestellt hat - warum auch immer. Trotzdem sind einige Perlen auf "Rivonia", wie zum Beispiel "Down Under, Mining" - und ungewöhnliche Videoclips macht die Dame noch immer.



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THE VIRGINS - Flashbacks, Memories, and Dreams

Und noch was Feines aus New York. The Virgins machen sehr groovigen und höchst tanzbaren Rock. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an den Mini-Hit "Rich Girls" von 2008. Der neue Song ist ziemlich funky und die Primal Scream-Gedächtnis-Frisur von Sänger Donald Cumming ist sehr amüsant.



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LITTLE BOOTS - Motorway

ElektroPop mit Hang zur Theatralik und flächigen Sounds präsentiert Littel Boots auf ihrer neuen Platte "Nocturnes" leider nicht immer so überzeugend wie beim Song "Motorway". Würde sie ja gerne an der Autobahn treffen Miss Victoria Christina Hesketh, aber an welcher?



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BEAUTIFUL EULOGY - Beautiful Eulogy
Mal was ganz Anderes! Christlich geprägte Popmusik ist ja meist kaum zu ertragen - in deutscher Sprache schon gar nicht. Die Band Beautiful Eulogy aus Portland mach Rap mit höchst religiösen Texten (man muss aber ja nicht sooo genau zuhören), die neben den lobpreisenden Worten mit wirklich guter Musik aufwartet. Ungewöhnliche Arrangements, Beats, Loops und feiner Rap. Da das Album "Satelitte Kite" kostenlos zum Download angeboten wird, kann sich ja jeder selber schnell ein Bild machen :-).

Montag, 6. Mai 2013

PARENTHETICAL GIRLS / Privilege

Wer glaubt im Pop sind bereits alle Stilmixturen vollbracht, der hat die Rechnung ohne die Parenthetical Girls aus Everett (Washington) gemacht. Es braucht etwas Zeit, bis die eigenwilligen Songs sich öffnen und die poppigen Melodien zum Vorschein kommen, aber es lohnt sich.

Zac Pennington
(Vocals) ist Gründungsmitglied der Band, die schon zahlreiche Bandmitglieder verschlissen hat und derjenige, der die Parenthetical Girls am Leben erhält. 2002 gründet er die Band zusammen mit einem Schulfreund, damals noch unter dem Namen Swastika Girls. Ideen hatte man viele, Equipment wenig und schlechtes, das Label Lo-Fi hatte man also schnell angeheftet.

Nach einem unüberwindbaren Zerwürfnis mit dem Schulfreund scheint die Band am Ende, aber Pennington zeigt Biss. Es gelingt ihm, Jherek Bischoff (Drummer von Dead Science) und Jamie Stewart (Xiu Xiu) für die experimentellen Songs zu begeistern. Beide machen aus dem vorliegenden Material völlig unterschiedliche Werke, die dann auf Vinyl unter dem Namen "(((GRRRLS)))" veröffentlicht werden.

Nun ist der Weg geebnet! 2006 erscheint das zweite Album "Safe As Houses" und die Band darf schon bald für Mainacts wie die Smashing Pumpkins und White Stripes den Support bestreiten. Mit dem 2008 erschienenen "Entanglements" ist die Fangemeinde groß genung geworden, um eigene Tourneen auch im Ausland anzugehen und mit dem neuen Werk "Privilegs" ist man nun auch auf ausgiebiger Tour durch Deutschland - dämlicherweise konnte ich das Konzert in Köln nicht sehen :-(

Bevor es um den Inhalt geht, muss man unbedingt über die Verpackung, sprich das Cover des neuen Albums sprechen. Während man auf der LP/CD das Abbild von Mastermind Zac Pennington als Illustration [ja, es ist ein Mann] erhält, wurden die 12-Inches (und auch einige digitale Downloads) mit Portraits der Bandmitglieder dargeboten. Auf Vinyl ist natürlich längst alles ausverkauft, aber es besteht auf der Homepage der Band die Möglichkeit, das Privilege-Box-Set mit der kompletten 12-Inch-Serie in limitierter Auflage von 500 Stück, mit Blut von den Portraitierten unterzeichnet, zu erwerben. Allerdings muss man dafür 200 US-Dollar locker machen, also wenn mir jemand eine Freude machen will ;-).

Wie modernes Marketing funktioniert, weiß die Band also defintiv, was man auch daran sieht, dass es für fast jeden Song aus dem neuen Album einen offiziellen Clip auf YouTube gibt - die Videos sind ebenso ungewöhnlich und hochwertig wie die Musik der Band.


In musikalischer Hinsicht orientieren sich die Parenthetical Girls aber überhaupt nicht am Markt! Das höchst androgyne Mastermind Zac Pennington scherrt sich überhaupt nicht um Konventionen und ist daher sicherlich eine helle Freude für Freunde von ähnlich schrägen Bands wie bespielsweise Ariel Pink's Haunted Graffiti.

Beim Gesang neigt Pennington dazu - wie Brett Anderson von Suede, oder Morrissey - die Töne zu ziehen und eine große Portion Pathos in seine Stimme zu legen. Im ersten Song des Albums "Evelyn McHale" wird das auch direkt deutlich, wo trotz der eigentlich recht fröhlichen Grundstimmung des Songs, durch den Gesang und das Akkordeon eine gehörige Dosis Melancholie dazu kommt.



"The Common Touch" ist theatralisch aufgebaut, ähnlich wie man es von Antony Hegarty gewohnt ist. Penningtons Stimme bricht und überschlägt sich, die Instrumentierung mit Klavier, Oboe (und wieder Akkordeon) wird durch lautstarke Eruptionen aufgewühlt und am Ende übernehmen zwei weibliche Stimmen den Gesangspart [sind das die umtriebigen Schwestern von Cocorosie oder klingen die beiden weiblichen Bandmitglieder so??]. Habe lange gegrübelt an was oder wen mich speziell dieses Lied, und noch einige weitere Kompositionen auf "Privilege" erinnern, bis die Denkmaschine die Popwelt verlies und in der modernen Klassik fündig wurde: Philip Glass !



Bei "Careful Who You Dance With" agiert zum ersten Mal der Synthesizer im Vordergrund. Wären die Beats fetter könnte, man jetzt denken man hätte es mit einem Song von den Editors zu tun. Zu Beginn eher in Richtung Kammermusik, geht dagegen das erhabene "For All The Final Girls", aber dann gesellt sich die Rhythmusabteilung dazu und verleiht dem Lied Verve.

Düster, dunkel und bedrohlich klingt "The Pornographer". Die Stimme ist anklagend, das Schlagzeug rumpelt fett. Es lohnt sich übrigens auch die ironisch bis zynischen Texte des seltsamen Vogels Pennington (rund um gesellschaftliche Mißstände, Sex und menschliche Abgründe) mal etwas genauer zu Gemüte zu führen.



Der Song "Sympathy For Spastics" ist reduziert auf Penningtons Stimme und einer perlenden wie geloopt wirkenden Klavierpassage. Nur punktuell werden musikalische Akzente gesetzt. Wirklich alle Feinheiten kann man - wie in fast allen Songs des Albums - nur beim aufmerksamen Zuhören und am besten über Kopfhörer erfassen.

Mit orchestraler Instrumentierung wird der Balladen-Olymp bei "Weaknesses" erstiegen. Aber dann kommen plötzlich ein poppiger Rhythmus und seltsam verschrobene Keyboardklänge dazu und schon schaffen es die Parenthetical Girls wieder die üblichen Erwartungen bei Seite zu schieben.

Furiosen Indie-Pop - durchaus auch für die Indie-Disco - bekommt man bei "A Note To Self" geliefert. Die Melodie geht ins Ohr, die Gitarre twengt und das Beinchen zappelt unweigerlich im Rhythmus. Das Drum-Solo klingt wie bei Bow Wow Wow! Auch "Young Throats" macht ordentlich Rabatz! Vergleiche zu Suede hatte ich ja schon stimmlich gezogen, hier trifft der Vergleich aber definitiv auch auf die Komposition und Instrumentierung inkl. Backing-Chorgesänge zu.

"On Death & Endearments" hat einen schleppenden Rhythmus und eine schwelgerische Melodie. Die Lyrics sind eine Art Abschiedsrede eines dem Tode Geweihten, der vor versammelter Trauergemeinde sein Leben rekapituliert.

"The Privilege"  und auch der letzte Song "Curtains" sind SynthiPop-Nummern mit 80er Jahre a la Pet Shop Boys Appeal - für die Parenthetical Girls ziemlich eingängig und "The Privilege" würde ich sogar eine gewisse Radiotauglichkeit bescheinigen.



Viel abwechslungsreicher kann ein Popalbum eigentlich nicht sein und viel besser als Herr Pennington, kann man sich auch nicht als Popstar inszenieren.

Mittwoch, 1. Mai 2013

THE OH HELLOS / Through the Deep, Dark Valley

Maggie und Tyler Heath sind Geschwister, nennen sich The Oh Hellos und kommen aus Texas. Das Debütalbum "Through the Deep, Dark Valley" der beiden, erschien in den USA  im Oktober 2012. Im Blog My Folking Heart ist zu lesen, dass das Geschwisterpaar erst im Mai 2011 das erste Lied (für ihre Mutter zum Muttertag!) zusammen komponierte.

Anscheinend folgte danach eine Initialzündung, die lange brachliegendes Potential freilegte, denn "Through the Deep, Dark Valley" ist ein rundes und sehr abwechslungsreiches Konzeptalbum zwischen Folk, Pop und Rock geworden.

Mit "The Valley" eröffnet das Album, welches man nach Aussage des Duos am besten in Reihenfolge hören sollte, da das Album eine Geschichte erzählt und die Songs aufeinander fußen. Das ausgelassene Lied "The Valley" wuchert mit einem choralen Mitsing-Refrain, wie man ihn auf dem letzten Mumford & Sons-Album leider etwas vermisste,  hat aber gleichzeitig in seiner ganzen Dynamik etwas Verhuschtes, wie es eigentlich nur MGMT hinbekommen. Garantiert ist auf jeden Fall, dass man ganz schnell von diesem Song infiziert wird, und ich verspreche, es ist nicht der Einzige auf dieser Platte.



Bei "Like the Dawn" singt Maggie anfangs zur akkustischen Gitarre. Ihre eindringliche Stimme klingt etwas nach Joanna Newsom, ist vielleicht nicht so kraftvoll, aber wie man im Schlussteil des Songs hört, variabler! Nach zartem Beginn baut sich "Like the Dawn" immer mehr auf und überrascht mit filigranen Tempiwechseln und orchestraler Instrumentierung - sehr, sehr schön.



Das anschließende Stück "Eat you Alive" bietet Tyler die Möglichkeit, seine stimmlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Seine Stimme ist rauher und passt vorzüglich zur vom irischen Folk geprägten Nummer, die vor einem alles verschlingenden weiblichen Wesen warnt.

"Second Child, Restless Child" sprüht vor unbändiger Energie, die Harmoniegesänge erinnern an The Lumineers und Mumford & Sons und kompositorisch kann das Stück leicht und locker in dieser Liga mitspielen. Abzüge gibt es jedoch in der B-Note. Die beiden Geschwister haben das Album selbst produziert und in den überbordenden Passagen, wo sich mehrere Instrumente und Gesangsspuren treffen, hätte ein erfahrener Produzent klanglich sicher etwas mehr herauskitzeln können. Das gilt leider für einige Songs auf "Through the Deep, Dark Valley", soll aber nicht heißen, dass die Produktion schlecht ist, aber eben nicht perfekt.

Bei "Wishing Well" klettert Maggies Stimme in fulminante Höhen, das passt perfekt zur zerbrechlichen Ausreißer-Ballade. Weiter geht die Reise auf den gleichen musikalischen Folk-Pfaden durch staubige Berge mit "In Memoriam".




"The Lament of Eustace Scrubb" ist eine melancholische Nummer mit Akkordeon und akkustischer Gitarre, in der es um Vergebung - ein zentrales Thema der Platte - geht. Wie bei vielen Songs des Geschwisterpaares ist es vor allem die Steigerung und die sich dadurch entwickelnde Dynamik der Komposition, die einen unwiderstehlich in den Bann zieht. Rockiger und etwas breitwandiger klingt "I Was Wrong. Vergleiche mit The Cave Singers, vor allem mit deren neuem Album "Naomi" kommen mir in den Sinn.

Neben "Fortgehen - alles zurücklassen" und "Vergebung" geht es auf der Reise durch das tiefe dunkle Tal oft auch um "Erkenntnis".  So auch bei "I Have Made Mistakes", das musikalisch verzaubert, aber inhaltlich etwas plump erklärt, dass man aus Fehlern lernt, bzw. lernen kann. Nicht unbedingt die Entdeckung des Jahrhunderts. "The Truth Is a Cave" ist da textlich schon etwas ausgefeilter. In dem Midtemp-Song geht es um die Schwierigkeit, die Wahrheit zu erkennen - speziell in jungen Jahren voller Sturm und Drang.

Mit der Reprise von "The Valley" endet eine Rundreise, welche zwar - wie das wesentlich erfolgreichere neue Mumford & Sons-Album - auf Banjo, sanfte Strophe und mitsingbare Refrain aufbaut, aber im Detail doch deutlich variabler ist und zwar nicht nur aufgrund der beiden unterschiedlichen Stimmen von Maggie und Tyler.

Und das Beste: unter http://noisetrade.com/theohhellos/through-the-deep-dark-valley kann man sich das Album für einen Preis nach Wahl herunterladen.